Fast 10 Millionen Euro für das Allende Viertel

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Karsten Vogt und Regina Kraushaar bei der Übergabe des Fördermittelbescheides © Stadtverwaltung

Das Allende Viertel in Bautzen erhält eine der größten Städtebauförderungen der vergangenen Jahre. Am 6. August 2026 übergab die Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung Regina Kraushaar den Zuwendungsbescheid für das Fördergebiet „Allende-Viertel – Gemeinsam Zuhause. Wohnen mit Zukunft!“ „Allendowa štwórć – Zhromadnje doma. Bydlić z přichodom!“ aus dem Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt - Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ (SZP) das Fördergebiet Allende Viertel Gemeinsam Zuhause Wohnen mit Zukunft an Oberbürgermeister Karsten Vogt.

Mit der Aufnahme in das Programm erhält die Stadt Bautzen Fördermittel in Höhe von rund 9,98 Millionen Euro. Der finanzielle Gesamtrahmen der Gesamtmaßnahme beträgt rund 14,9 Millionen Euro. Im Programmjahr 2026 werden zunächst 3,12 Millionen Euro bereitgestellt. Die Finanzhilfen stehen bis einschließlich 2032 zur Verfügung und schaffen die Grundlage für die schrittweise Umsetzung der geplanten Maßnahmen.

Der Förderung ging ein intensiver Beteiligungsprozess voraus. Bereits im Jahr 2023 brachten rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Ideenkonferenz ihre Vorstellungen für die Zukunft des Quartiers ein. Es folgten Gespräche mit Wohnungsunternehmen, Vereinen, sozialen Einrichtungen sowie weiteren Akteuren vor Ort. Im Herbst 2025 hatten schließlich auch die Einwohnerinnen und Einwohner im Rahmen einer Bürgerbefragung die Möglichkeit, ihre Anregungen und Erwartungen in den Entwicklungsprozess einzubringen. Die Ergebnisse flossen unmittelbar in das städtebauliche Entwicklungskonzept ein, das der Stadtrat im November 2025 beschloss und das die Grundlage für die erfolgreiche Antragstellung bildete.

Staatsministerin Regina Kraushaar: „Das Allende-Viertel zeigt, worum es im Städtebau-Programm ‚Sozialer Zusammenhalt' geht: Entscheidend ist, dass ein Quartier im Alltag funktioniert – mit sicheren Wegen, Treffpunkten, guter Erreichbarkeit und Angeboten für Jung und Alt, damit sich alle Generationen wohlfühlen und im weitesten Sinne des Wortes guten Wohnraum haben.“ Kraushaar weiter: „Genau dabei unterstützen Bund und Land die Stadt Bautzen sowie zehn weitere Kommunen im Freistaat. In Sachsen umfasst die Förderung ganz bewusst Stadtteile, in denen es vorrangig um lebendige Nachbarschaften und funktionierende Orte zum Wohnen, Lernen und Leben geht."

Oberbürgermeister Karsten Vogt erklärt: „Als Oberbürgermeister danke ich sowohl dem Bund als auch dem Freistaat Sachsen für die Fördermittelzusage im Allende-Viertel und für das damit verbundene Signal gegenüber der Bevölkerung, dass Stadtentwicklung alle Stadtteile umfassen muss. Mit der Förderung werden zukunftsweisende Investitionen in Wohnen und Umwelt möglich, die das Quartier im Osten der Stadt Bautzen für Menschen aller Altersschichten attraktiver, lebens- und liebenswerter machen.“

Das rund 26 Hektar große Allende Viertel soll in den kommenden Jahren umfassend weiterentwickelt werden. Vorgesehen sind Investitionen in die soziale Infrastruktur, die Barrierefreiheit und die Gestaltung des Wohnumfeldes. Das Hochhauscafé soll zu einem generationsübergreifenden Begegnungsort entwickelt werden. Der Allende Treff wird zu einem Gesundheits- und Quartierszentrum ausgebaut. Darüber hinaus sind die energetische Sanierung der Allende Oberschule einschließlich ihrer Außenanlagen sowie die Modernisierung von Straßenräumen, Grünanlagen und Spielplätzen geplant.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Mit einem Schwammstadtkonzept sollen Regenwasser besser gespeichert und genutzt, versiegelte Flächen reduziert und zusätzliche Grünstrukturen geschaffen werden. Entsiegelungen sowie Dach und Fassadenbegrünungen tragen dazu bei, das Quartier klimaresilient und zukunftsfähig zu gestalten.

Oberbürgermeister Karsten Vogt dankt allen Beteiligten, die den Entwicklungsprozess in den vergangenen Jahren begleitet haben. „Diese Förderung zeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Mein Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, den Vereinen, Institutionen, Wohnungsunternehmen und Partnern, die ihre Ideen eingebracht und diesen Weg mitgestaltet haben.“

Mit dem Förderbescheid beginnt nun die Umsetzungsphase. Bis zum Jahr 2040 sollen die im städtebaulichen Entwicklungskonzept festgelegten Maßnahmen schrittweise realisiert und das Allende Viertel nachhaltig als attraktiver Wohn und Lebensstandort gestärkt werden.

Stadtverwaltung

Karsten Vogt und Regina Kraushaar bei der Übergabe des Fördermittelbescheides © Stadtverwaltung
Karsten Vogt und Regina Kraushaar bei der Übergabe des Fördermittelbescheides © Stadtverwaltung
Hochhaus Allende Viertel © Stadtverwaltung
Hochhaus Allende Viertel © Stadtverwaltung

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