Am Sonntag, 13. September 2026, lädt der Tag des offenen Denkmals dazu ein, historische Orte und Bauwerke in Bautzen neu zu entdecken. Das bundesweite Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur – Historische Bauten, die uns bewegen und verbinden“ richtet den Blick in diesem Jahr auf historische Infrastrukturen und ihre Bedeutung für das Zusammenleben.
In Bautzen steht dabei das Thema Wasser im Mittelpunkt. Die Alte Wasserkunst, die Neue Wasserkunst, der Burgwasserturm, der Wasserturm und historische Brunnenanlagen im Stadtzentrum zeugen von der Entwicklung der städtischen Wasserversorgung. Über Jahrhunderte sicherten diese Bauwerke die Versorgung der Bevölkerung und stehen zugleich für handwerkliches Können, technischen Fortschritt und vorausschauende Stadtentwicklung. Insgesamt können 25 Besichtigungsobjekte besucht werden. Führungen, Vorträge und Mitmachangebote vermitteln Einblicke in die Geschichte und Bedeutung der Denkmale.
Eröffnungsveranstaltung bietet Einblicke in frühere Zeiten
Bereits am Freitag, 11. September 2026, findet um 19.00 Uhr die Eröffnungsveranstaltung im Museum Bautzen, Kornmarkt 1, statt. Dr. Thomas Westphalen, Vorsitzender des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz und ehemaliger Leiter der archäologischen Denkmalpflege im Landesamt für Archäologie Sachsen, spricht zum Thema „Bodendenkmale und Infrastruktur in Bautzen“. Im Mittelpunkt stehen archäologische Forschungen zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt Bautzen und ihrem Umland. Bautzen war nach 1990 ein Schwerpunkt der Stadtkernarchäologie in Sachsen. Die Sanierung der stark geschädigten historischen Bausubstanz und die Wiederbebauung der seit 1945 bestehenden Trümmergrundstücke gingen mit zahlreichen archäologischen Ausgrabungen einher. Die Funde lieferten neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Stadt und das Alltagsleben ihrer Bewohner über mehrere Jahrhunderte.
Bekanntes Angebot an neuem Standort
Neu im Programm ist in diesem Jahr der Treff- und Verweilpunkt in der Mönchskirchruine in der Großen Brüdergasse 24. Ab 10.00 Uhr wird der Ort gemeinsam mit Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bauwesen Heiko Nowak und Alexander von Gersdorff, einem Nachfahren des Erbauers des Gersdorfschen Palais, eröffnet. Der Treff- und Verweilpunkt bietet ein buntes Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie. Unter dem Titel „Historische Handwerkskunst zum Mitmachen“ können Besucherinnen und Besucher dort Geschichte praktisch erleben. Vorgestellt werden unter anderem eine mittelalterliche Münzprägung und die Arbeit einer historischen Mühlenbäckerei. Zudem werden Waffen, Rüstungen und Ausrüstungsgegenstände des Mittelalters gezeigt und erläutert. Die Angebote richten sich an Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen.
Der Tag des offenen Denkmals bietet damit die Möglichkeit, vertraute Orte aus einer neuen Perspektive kennenzulernen und die historischen Netzwerke Bautzens zu entdecken. Die 25 geöffneten Besichtigungsobjekte zeigen, wie eng Infrastruktur, Stadtentwicklung und das Leben der Menschen miteinander verbunden sind. Mit dabei sind unter anderem das Schiller Gymnasium, Haus A, mit faszinierenden Einblicken in das Schulgebäude, das Schulgeschehen und die Figurengruppe von Georg Türke, die Alte Post als Denkmal des Transformationsprozesses und gleichzeitig Anschauungsbeispiel vielfältiger Unternehmenskultur, dem künstlerischen Britze-Garten, der nicht nur durch seine wundervollen Gartenführungen besticht, sondern auch musikalisch einiges zu bieten hat. Ein besonders gern besuchtes Denkmal ist die Domschatzkammer St. Petri, die zum Denkmaltag Kunstgegenstände aus acht Jahrhunderten präsentiert. Das gesamte Programm ist unter www.bautzen.de/tag-des-offenen-denkmals
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