Nach fast 22 Jahren ist das Verfahren der Ländlichen Neuordnung S 106 Salzenforst im Landkreis Bautzen abgeschlossen. Die Unternehmensflurbereinigung wurde im Zusammenhang mit dem Bau des Autobahnzubringers S 106 durchgeführt und umfasste rund 518 Hektar in mehreren Gemarkungen der Stadt Bautzen sowie im Bereich Cölln der Gemeinde Radibor.
Das Verfahrensgebiet wurde durch den Straßenbau sowie die erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen stark verändert. Ziel der Neuordnung war es, den damit verbundenen Landverlust zu regeln, die Erschließung landwirtschaftlicher Flächen zu sichern und Nachteile für Eigentümer und Bewirtschafter zu minimieren.
Für die Stadt Bautzen waren die Gemarkungen Teichnitz, Großwelka, Lubachau, Salzenforst und Schmochtitz einbezogen. Die Stadt konnte insbesondere Verkehrs- und Gewässerflächen aus dem Verfahren übernehmen und damit wichtige Flächen für die kommunale Infrastruktur sichern.
Zur Abschlussveranstaltung der Teilnehmergemeinschaft am 20. August dankte Bürgermeister Dr. Robert Böhmer den zahlreichen Beteiligten für ihr langjähriges Engagement. „Fast 22 Jahre – das ist ein halbes Arbeitsleben. In diesem Verfahren sind historisch gewachsene Strukturen aufeinandergetroffen: landwirtschaftliche Flächen, Eigentumsverhältnisse und Gemeindegrenzen, die teilweise bis auf frühere konfessionelle Grenzen zurückgehen. Heute ist aus dieser Herausforderung eine Brücke in die Zukunft geworden“, so Bürgermeister Dr. Böhmer.
Sein Dank galt insbesondere dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft um Björn Schober, dem Landkreis Bautzen, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) sowie den städtischen Mitarbeitern der Abteilung Liegenschaften um Stephanie Piechotta. „Die Neuordnung hat dazu beigetragen, die Interessen der Landwirtschaft mit den Anforderungen an Verkehr und kommunale Entwicklung zusammenzubringen“, betonte der Bürgermeister.
Mit dem Autobahnzubringer S 106, der gewerblichen und industriellen Entwicklung sowie der Umgehungsstraße hat sich der Raum um Salzenforst und Cölln in den vergangenen Jahren deutlich verändert.
Zum Abschluss wurde eine Bank als Erinnerungsstück enthüllt.
Stadtverwaltung
