Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren 37.970 Einwohnerinnen und Einwohner mit Haupt- bzw. alleinigem Wohnsitz in Bautzen gemeldet. Hinzu kamen 1.987 Personen mit Nebenwohnsitz. Die Bevölkerungszahl ist damit im Jahresverlauf insgesamt leicht zurückgegangen. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung war weiterhin durch ein Geburtendefizit geprägt. Im Jahr 2025 wurden 193 Kinder geboren, was einem Rückgang von 16,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2024: 230 Geburten). Gleichzeitig stieg die Zahl der Sterbefälle um 9,9 Prozent auf insgesamt 690. Daraus ergibt sich ein Sterbeüberschuss (Lebendgeborene – Gestorbene) von 497 Personen.
Demgegenüber steht eine positive räumliche Bevölkerungsbewegung: Mit 2.133 Zuzügen und 1.876 Fortzügen ergab sich ein Wanderungsgewinn von 257 Personen (2024: 26 Personen). Die Zuzüge lagen sowohl bei Männern (1.199) als auch bei Frauen (934) über den jeweiligen Fortzügen. Insgesamt führte die Kombination aus natürlicher Bevölkerungsentwicklung und Wanderungsbewegung zu einem Bevölkerungsrückgang von 240 Personen im Jahr 2025.
Die zusammengefasste Geburtenziffer (Fertilitätsrate) sank weiter von 1,27 im Jahr 2024 auf 1,07 Kinder je Frau im Jahr 2025. Betrachtet wird hierbei die Altersgruppe der 15- bis unter 45-jährigen Frauen.
Im Bereich Gewerbe wurden im Jahr 2025 insgesamt mehr Anmeldungen als Abmeldungen registriert. Gleichzeitig ist im Vergleich zum Vorjahr sowohl bei den Gewerbeanmeldungen als auch bei den Gewerbeabmeldungen ein Rückgang zu verzeichnen.
Die touristische Entwicklung zeigt im Jahr 2025 eine leicht rückläufige Tendenz. Sowohl die Zahl der Gästeankünfte (78.706) als auch die der Übernachtungen (163.663) sowie die durchschnittliche Aufenthaltsdauer gingen im Vergleich zum Jahr 2024 geringfügig zurück. Parallel dazu besteht weiterhin eine Nachfrage im Bereich alternativer Beherbergungsformen wie Ferienwohnungen, welche statistisch nicht erfasst werden.
Im Bereich Wohngeld wurden im Jahr 2025 insgesamt 4.330 Anträge gestellt, was einem Anstieg von 34,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt wurden 4.670 Anträge bearbeitet (+69,6 Prozent). Die Zahl der Wohngeldempfänger stieg um 14,7 Prozent auf 1.210 Haushalte.
Am Arbeitsmarkt zeigte sich eine leichte Entspannung: Die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich um 5,3 Prozent auf 1.955 Personen zum Jahresende.
Die demografischen Kennziffern verdeutlichen weiterhin strukturelle Veränderungen der Bevölkerungszusammensetzung. Der Jugendquotient (Anteil der unter 20-Jährigen bezogen auf die erwerbsfähigen Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren) sank auf 31,6, während der Altenquotient auf 59,1 (Anteil der Einwohner, die 65 Jahre und älter sind, bezogen auf die erwerbsfähigen Einwohner im Alter von 20 bis 64 Jahren) anstieg. Der Gesamtquotient erhöhte sich auf 90,7 (Maß für die Lastenverteilung zwischen den Generationen; Ein Wert von 90,7 besagt, dass auf 100 potenziell erwerbsfähigen Personen 90,7 Personen entfallen, die sich nicht im erwerbsfähigen Alter befinden). Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag bei 49,2 Jahren.
Innerhalb des Stadtgebietes leben die meisten Einwohnerinnen und Einwohner in den Stadtteilen Nordostring, Gesundbrunnen und Ostvorstadt. Diese Stadtteile weisen zugleich die höchsten Anteile sowohl bei den unter 18-Jährigen als auch bei den 65-Jährigen und Älteren auf.