Die Stadt Bautzen erweitert ihr Angebot für Einheimische und Gäste um ein neues, innovatives Erlebnisformat: Mit dem Bautzener Sagenpfad wird die historische Innenstadt auf besondere Weise erlebbar. Die fußläufige Tour verbindet den reichen regionalen und insbesondere sorbischen Sagenschatz mit der Geschichte Bautzens als traditionsreiche Handelsstadt.
Der Sagenpfad lädt dazu ein, die Stadt eigenständig zu entdecken – unterstützt durch begleitende Audioinhalte, die über die SmartGuide-App oder direkt im Browser via Audoria abrufbar sind. Unter dem Motto „Bautzen sagenhaft erleben“ führt die Route durch die Innenstadt und macht an ausgewählten Orten Halt, an denen Sagen, Geschichte und Handel miteinander verwoben werden.
Die Projektidee entstand 2024 aus einem Beteiligungsprozess des Innenstadtmanagements und wurde in enger Zusammenarbeit von Verwaltung, lokalen Akteuren und Fachpartnern weiterentwickelt. Ziel war es, die Innenstadt nachhaltig zu beleben, die Aufenthaltsqualität zu steigern und zusätzliche Impulse für Handel, Tourismus und Freizeit zu setzen.
Entstanden ist eine Sagen-Erlebnistour mit zehn Stationen – vom Postplatz über Kornmarkt und Hauptmarkt bis hin zur Alten Wasserkunst und dem Burgwasserturm. Ein begleitender Stadtplan erleichtert die Orientierung und macht die Route durch die Innenstadt auf einen Blick erlebbar. An jeder Station machen künstlerisch gestaltete Bronze-Figuren und Informationstafeln samt QR-Code die Geschichten deutlich. Besucher begegnen bekannten Sagenfiguren wie dem Riesen Sprejnik, Ritter Dutschmann oder dem Räuberhauptmann Karasek. Die Erzählungen verbinden Sagen der Oberlausitz mit der Geschichte der Stadt sowie mit Einblicken in Handel, Handwerk und das Leben entlang historischer Handelswege.
Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, betont anlässlich der offiziellen Eröffnung: „In der Lausitz ist der Sagenschatz untrennbar mit dem sorbischen Volk, der sorbischen Sprache und Kultur verbunden. Der „Bautzener Sagenpfad“ verbindet diese regionale, sorbische Kultur beispielhaft mit touristischer und wirtschaftlicher Entwicklung. Das Projekt zeigt, dass es sich lohnt, die Besonderheiten der eigenen Region und Kultur bewusst wahrzunehmen und macht auf ganz besondere Weise deutlich wie Kultur Identität stiftet. Ich danke allen, die das Projekt „Bautzener Sagenpfad“ möglich gemacht haben: Der Stadt Bautzen, vor allem der Stabsstelle Wirtschaftsförderung als Träger des Projekts, allen Einrichtungen und Fachleuten, welche ihre Ideen und ihre Arbeit in das Projekt eingebracht haben, und nicht zuletzt den Fördermittelgebern, welche das Vorhaben finanziell ermöglicht haben. Ich wünsche dem Bautzener Sagenpfad viele interessierte Besucherinnen und Besucher, große Aufmerksamkeit weit über die Region hinaus und eine nachhaltige Wirkung für die sorbische Sprache, die kulturelle Vielfalt und die Entwicklung der Stadt Bautzen – Budyšin.“
Oberbürgermeister Karsten Vogt unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Stadt: „Der Bautzener Sagenpfad ist ein bedeutender Baustein für die weitere Entwicklung der Innenstadt auch im Hinblick auf den Tourismus. Bereits in den vergangenen Tagen konnten wir beobachten, wie die Figuren große Aufmerksamkeit und Neugier bei Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen geweckt haben. Umso mehr freue ich mich, dass der Sagenpfad nun offiziell an den Start geht und für alle erlebbar wird. Er verbindet auf besondere Weise unsere Geschichte, unsere Kultur und die wirtschaftliche Entwicklung Bautzens.“
Der Sagenpfad ist bewusst als Instrument der Wirtschaftsförderung konzipiert: „Der Sagenpfad erhöht die Verweildauer in der Innenstadt, stärkt die Besucherfrequenz und lädt dazu ein, innerstädtische Angebote intensiver zu nutzen.“, so Leiterin der Stabstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Bautzen Doreen-Charlotte Hantschke.
Die Finanzierung des Projekts erfolgte durch eine Kombination verschiedener Fördermittel und städtischer Eigenanteile. Dazu zählen 40.000 Euro Preisgeld aus dem Wettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ 2024, LEADER-Fördermittel in Höhe von 30.000 Euro sowie weitere Mittel aus dem Sorbischen Kommunalprogramm (11.500 Euro) und dem Haushalt der Stadt Bautzen.
Die Umsetzung wurde durch die Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Bautzen gesteuert. Konzeption, Gestaltung und Inhalte entstanden in Zusammenarbeit mit Julian Kamphausen vom „Studio für unendliche Möglichkeiten“, während die Figuren durch die Kunstguss- und Bildhauerei GEBR Ihle Dresden gefertigt wurden. Unterstützt wurde das Projekt von zahlreichen Partnern aus Tourismus, Kultur und Innenstadt, besonders zu erwähnen sind dabei das Sorbisches Institut/ Serbski Institut mit Dr. Susanne Hose, stellv. Direktorin, die Domowina mit Dawid Statnik als Vorsitzenden, Peter Bresan, Referent für wirtschaftliche und infrastrukturelle Angelegenheiten und Katja Ließner, Regionalsprecherin sowie das Innenstadtmanagement mit Annett Scholz-Michalowski für das Planungsbüro Schubert im Auftrag der Stadt Bautzen.
Mit dem Sagenpfad setzt Bautzen ein klares Zeichen für eine lebendige und erlebnisorientierte Innenstadtentwicklung und lädt dazu ein, die Stadt auf sagenhafte Weise neu zu entdecken. Alle weiteren Infos unter: www.bautzen.de/sagenpfad
Stadtverwaltung
Das Projekt wird durch das Sächsische Staatsministerium des Inneren gefördert. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Das Projekt wird finanziert aus dem Preisgeld für den 2. Platz im Wettbewerb "Ab in die Mitte! – Die City-Offensive Sachsen" im Jahr 2024.

