Neues Kita-Konzept stärkt individuelle Förderung und Chancengleichheit für alle Kinder

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Die Stadt Bautzen hat auf Grundlage der intensiven Arbeit einer interdisziplinären Arbeitsgruppe eine Beschlussvorlage für ein neues Kita-Konzept erarbeitet. Ziel ist es, die pädagogische Qualität weiter zu stärken und gleichzeitig eine gerechte sowie transparente Grundlage für die Personalausstattung in allen Kindertageseinrichtungen der Stadt zu schaffen.

Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die konsequente Orientierung am tatsächlichen pädagogischen Mehrbedarf einzelner Kinder. Dieser wird künftig anhand klar definierter und messbarer Kriterien festgestellt. Dazu zählen unter anderem diagnostizierte Förderbedarfe, beispielsweise im Bereich der Sprachentwicklung (z. B. logopädischer Förderbedarf), der motorischen Entwicklung (ergotherapeutischer Bedarf) oder besondere Unterstützungsbedarfe im Verhalten und in der sozialen Interaktion. Täglich handelt es sich dabei um wenige Minuten, die sich im Wochenverlauf summieren und bei der Personalausstattung entsprechend berücksichtigt werden. Diese zusätzliche Zeit ermöglicht es beispielsweise, bei einem Kind mit Autismus-Spektrum-Störung soziale Situationen individuell zu erklären, Routinen zu stabilisieren oder gezielt auf herausfordernde Verhaltensweisen einzugehen.

Oberbürgermeister Karsten Vogt betont: „Für uns steht das Kind im Mittelpunkt. Jedes Kind bringt eigene Voraussetzungen und individuelle Bedürfnisse mit. Mit dem vorliegenden Konzept schaffen wir erstmals eine verlässliche, transparente und fachlich fundierte Grundlage, um pädagogischen Mehrbedarf gezielt zu erkennen und entsprechend zu berücksichtigen. Damit legen wir eine tragfähige Basis für die weitere Ausgestaltung der Kindertagesbetreuung in unserer Stadt. Entscheidend ist, dass alle Kinder, unabhängig von ihrer individuellen Situation, faire Entwicklungschancen erhalten und bestmöglich gefördert werden.“

Die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung konzentriert sich im ersten Schritt auf die Ausgestaltung der städtischen Einrichtungen. Im weiteren Prozess sollen tragfähige Lösungen im Dialog mit den freien Trägern entwickelt werden, um perspektivisch eine vergleichbare Förderpraxis im gesamten Stadtgebiet zu erreichen. Entsprechende Gespräche sind bereits angestoßen und werden am morgigen Tag fortgesetzt.

Stadtverwaltung

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