Stadt Bautzen stärkt lebensrettende Infrastruktur: Defibrillator-Netz ausgebaut

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Defibrillator auf der Schloßstraße © Stadtverwaltung (Sarah Liebsch, Geschäftsführerin Erste-Hilfe-Schule Oberlausitz und Karsten Vogt, Oberbürgermeister)

Die Stadt Bautzen stärkt ihre Notfallversorgung und reagiert damit auf eine zentrale gesellschaftliche Entwicklung: Defibrillatoren (AED) gewinnen angesichts des demografischen Wandels und einer zunehmend älteren Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen zu – schnelle Hilfe im Notfall kann hier entscheidend sein und Leben retten.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der freien Zugänglichkeit der Geräte. Defibrillatoren sollten rund um die Uhr öffentlich erreichbar sein, da im Ernstfall jede Minute zählt. Durch die Installation an gut sichtbaren Außenfassaden städtischer Gebäude wird sichergestellt, dass Bürgerinnen und Bürger im Notfall schnell handeln können.

Neben dem bereits bestehenden Defibrillator im Gewandhaus wurden neue Standorte im gesamten Stadtgebiet und in den Ortsteilen eingerichtet. Von Anfang bis Mitte Mai erfolgte die Installation der medizinischen Geräte an folgenden Standorten:

  • Bibliothek/Archiv Schloßstraße
  • Museum Bautzen
  • Turnhalle OS Gesundbrunnen
  • Freiwillige Feuerwehr Kleinwelka
  • Freiwillige Feuerwehr Salzenforst
  • Freiwillige Feuerwehr Stiebitz
  • Freiwillige Feuerwehr Niederkaina

Die Geräte wurden außen an den Gebäuden in beheizten und beleuchteten Wandschränken angebracht. Zudem sind sie bei dem Verein „Region der Lebensretter e.V.“ registriert. Dadurch ergeben sich entscheidende Vorteile: Die Standorte sind in Notfall-Apps und Leitstellen hinterlegt und schnell auffindbar, im Ernstfall können Ersthelfer gezielt zum nächstgelegenen Gerät geführt werden und die Einsatzkette wird deutlich beschleunigt und besser koordiniert.

Für die Maßnahme wurden rund 40.000 Euro vorgesehen. Dies deckt die Kosten für die Anschaffung, Installation sowie Wartung und Betriebskosten für fünf Jahre ab. Umgesetzt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der Erste-Hilfe-Schule Oberlausitz. Die Installation von zwei weiteren Geräten ist dank einer Spende bereits in Planung.

Stadtverwaltung

Defibrillator auf der Schloßstraße © Stadtverwaltung (Sarah Liebsch, Geschäftsführerin Erste-Hilfe-Schule Oberlausitz und Karsten Vogt, Oberbürgermeister)
Defibrillator auf der Schloßstraße © Stadtverwaltung (Sarah Liebsch, Geschäftsführerin Erste-Hilfe-Schule Oberlausitz und Karsten Vogt, Oberbürgermeister)

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