Eröffnung der Kabinettausstellung „Spurensuche. Jüdische Geschichte in der Oberlausitz“

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Die Wanderausstellung des Förderkreises Görlitzer Synagoge e. V. „Spurensuche. Jüdische Geschichte in der Oberlausitz“ wird am 2. Juli 2022, um 15 Uhr im Museum Bautzen eröffnet. Nach einer Einführung in das Thema durch Frau Anett Böttger vom Förderkreis Görlitzer Synagoge e. V. werden Sabine und Clemens Kowollik aus Bautzen (Flöte und Klavier) Musik erklingen lassen.

Die 16 Tafeln umfassende Ausstellung, die 2021 erstmals im Kulturforum Görlitz gezeigt wurde, gibt Einblick in die Gründung und Entwicklung jüdischer Gemeinden in Görlitz, Bautzen und Zittau im 19. Jahrhundert. Dargestellt wird auch der Einfluss jüdischer Unternehmer auf Wirtschaft und Gesellschaft der Region. Die Wanderschau beleuchtet ebenso die Auswirkungen von Antisemitismus und Verfolgung jüdischer Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus anhand von Einzel- und Familienschicksalen. Zwei Ausstellungstafeln widmen sich der Erinnerungskultur nach 1990, als das jüdisches Erbe in der Oberlausitz wieder stärker ins öffentliche Blickfeld rückte. Beispiele dafür sind der Gedenkort für die Opfer des Zwangsarbeitslagers Tormersdorf in Rothenburg, die Rekonstruktion des jüdischen Begräbnisareals auf dem Friedhof in Weißwasser oder die Verlegung von Stolpersteinen in mittlerweile acht Orten der Oberlausitz.

Die Ausstellung des Förderkreises Görlitzer Synagoge e. V. ist ein Beitrag zum Festjahr #2021JLID - Jüdisches Leben in Deutschland und entstand im Rahmen des Projektes „Tacheles Oberlausitz. Initiative für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“. Unter Federführung der Stiftung Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal ist neben dem Förderkreis auch die Hillersche Villa GmbH in Zittau an diesem Projekt beteiligt.

Familie des jüdischen Altwaren- und Rohproduktenhändlers Adolf Wolf Altmann (1856-1933) – Betty, Else, Ida, Ernst, Hedwig, Wolf und Curt Altmann (v. l. n. r.). Bautzen, 1910. Foto: Emil Richard Huth. © Gerald Altmann, Downey (USA)

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