18. Bautzener Akademie bietet vielseitige Vortragsreihe von der Pflege, über KI bis zum Osterei

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Die besondere Verbindung der Stadt Bautzen zum Campus der Dualen Hochschule Sachsen, Staatliche Studienakademie Bautzen, wird mit einem bewährten Veranstaltungsformat auch im Wintersemester 2026/2027 fortgesetzt. Bereits zum 18. Mal lädt die Bautzener Akademie alle Wissbegierigen zu einer abwechslungsreichen Vortragsreihe ein. Im neuen Semester erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm, das aktuelle gesellschaftliche, wirtschaftliche und wissenschaftliche Fragestellungen ebenso aufgreift wie regionale Besonderheiten und kulturelle Traditionen. Die sechs Vorträge zwischen November 2026 und April 2027 bieten Gelegenheit, unterschiedliche Themen aus neuen Perspektiven kennenzulernen und mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die persönliche Vorsorge, der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Unternehmen, sorbische Bräuche und Sagen, moderne Führung sowie die Transformation der Lausitz.

Frühzeitig an den letzten Lebensabschnitt denken

Den Auftakt bildet am 9. November 2026 der Vortrag „Vorsorge(n) macht Sinn! Umgang mit dementen Menschen im Hinblick auf Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“. Manuela Strack von der Volkssolidarität Bautzen widmet sich dabei der Frage, warum es wichtig ist, rechtzeitig für den Fall vorzusorgen, dass man aufgrund einer Erkrankung nicht mehr selbst entscheiden kann. Insbesondere bei einer Demenzerkrankung kann die Fähigkeit, eigene Angelegenheiten zu regeln und rechtswirksame Entscheidungen zu treffen, im Verlauf zunehmend eingeschränkt sein. Was geschieht, wenn zu diesem Zeitpunkt keine Vorsorgevollmacht vorliegt? Wer darf dann Entscheidungen treffen und persönliche, finanzielle oder gesundheitliche Angelegenheiten regeln? Der Vortrag erläutert die Bedeutung einer frühzeitigen Auseinandersetzung mit 
Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, zeigt Möglichkeiten der persönlichen Vorsorge auf und macht deutlich, weshalb entsprechende Regelungen nicht aufgeschoben werden sollten. Denn rechtzeitige Vorsorge schafft Klarheit und kann im Ernstfall auch Angehörige entlasten.

Am 7. Dezember 2026 steht die Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Vom Zauberlehrling zum Meister? Chancen und Risiken von KI im Marketing regionaler Unternehmen“ beleuchtet Prof. Dr. rer. oec. Jörg Hübner die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Unternehmensmarketing ergeben. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie regionale Unternehmen die neuen technologischen Möglichkeiten sinnvoll für sich nutzen können und wo deren Grenzen liegen.

Mit sorbischen Traditionen beschäftigt sich der Vortrag am 4. Januar 2027. Unter dem Titel „Nach den roten Eiern gehen – Das sorbische Osterei zwischen Brauch, Sprache und Symbolik“ nimmt Marleen Schindler vom Sorbischen Institut das Publikum mit in die Welt eines traditionsreichen sorbischen Brauchs. Sie beleuchtet die kulturelle Bedeutung des sorbischen Ostereis und gibt Einblicke in die damit verbundenen sprachlichen, symbolischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge.

Am 1. Februar 2027 geht es um Führung und Zusammenarbeit. Dirigent und Führungsexperte Ivo Hentschel zeigt in seinem Vortrag „Souveränität ist Handwerk: Führung in Echtzeit – aus dem Orchestergraben in Ihren Arbeitsalltag“, welche Erkenntnisse sich aus der Arbeit eines Orchesters auf Führungsaufgaben im beruflichen Alltag übertragen lassen. Dabei stehen Fragen der Kommunikation, des Zusammenspiels und der Entscheidungsfähigkeit im Mittelpunkt.

Der Strukturwandel in der Lausitz ist Thema des Vortrags am 1. März 2027. Dr. Andreas Otto, Abteilungsleiter Transformationsforschung und Regionalentwicklung am Deutschen Zentrum für Astrophysik (DZA), und Dr. Anne Seiwert, wissenschaftliche Mitarbeiterin in derselben Abteilung, geben Einblicke in die Arbeit des DZA. Anhand konkreter Beispiele stellen sie Transformationsprozesse in der Lausitz vor und erläutern, welchen Beitrag die Forschung zur Regionalentwicklung im Strukturwandel leisten kann.

Den Abschluss der Vortragsreihe bildet am 5. April 2027 ein Ausflug in die Welt der sorbischen Sagen und Märchen. Unter dem Titel „Wilder Mann und Mittagsfrau. Gestalten des Grauens in sorbischen Sagen und Märchen“ stellt Dr. Susanne Hose vom Sorbischen Institut geheimnisvolle und unheimliche Figuren der sorbischen Erzähltradition vor. Der Vortrag eröffnet einen Einblick in die vielfältige Sagenwelt der Sorben und zeigt, welche Vorstellungen, Überlieferungen und kulturellen Motive sich hinter den Gestalten verbergen.

Mit der 18. Auflage setzt die Bautzener Akademie ihre Tradition fort, Wissen aus unterschiedlichen Fachgebieten einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Vortragsreihe verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Fragestellungen und regionalen Themen. Sie richtet sich an alle Interessierten, die ihren Horizont erweitern, neue Perspektiven kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen möchten. Mehr Informationen unter www.bautzen.de/18-bautzener-akademie

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