Brand eines Batteriespeichers am Schliebenparkplatz – Einsatz dauert an

|   KategorienStadt Bautzen
Zwei Feuerwehrleute neben einem Einsatzfahrzeug auf den Parkplatz im Hintergrund Rauch vom Brand des Batteriespeichers

Am gestrigen Tag kam es am Schliebenparkplatz zu einem Brand in einem Batteriespeicher. Um 16:06 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehr. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde schnell klar, dass es sich um einen größeren Brand als zunächst gedacht handelte, weitere Kräfte wurden nachalarmiert.

Betroffen sind insgesamt vier Seecontainer einer Batteriespeicheranlage, die in das Stromnetz eingespeist sind. In enger Abstimmung mit dem städtischen Energieversorger wurden Maßnahmen eingeleitet, um die Anlage vom Netz zu trennen. Parallel dazu liefen umfangreiche Lösch- und Kühlmaßnahmen an, um die Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Der Einsatz ist weiterhin im Gange.

Aufgrund der Lage wurden vorsorgliche Evakuierungsmaßnahmen durchgeführt. Zeitweise wurden insbesondere ältere Personen in einem Hotel untergebracht. Zusätzlich wurde eine Notunterkunft in einer Schule eingerichtet. Insgesamt wurden in zwei Phasen 42 Personen evakuiert. Ein Großteil der Betroffenen konnte eigenständig Unterkünfte organisieren.

Zur Information der Bevölkerung, erfolgte die Kommunikation in der Nacht über regelmäßige Video-Updates auf den Social-Media-Kanälen der Stadt und der Berufsfeuerwehr. Ebenso erfolgten Warndurchsagen im betroffenen Stadtgebiet. Mit dem heutigen Tag wurde für betroffene Anwohner, welche Rückfragen haben, eine Hotline eingerichtet. Der Bürger-Service ist unter folgender Nummer erreichbar: 03591 534-0.

Die Feuerwehr setzt derzeit auf intensive Kühlmaßnahmen mit bis zu 5.000 Litern Löschwasser pro Minute. Ziel ist es, den thermischen Prozess innerhalb der Batterien zu kontrollieren und eine Ausbreitung zu unterbinden. Hintergrund ist eine chemische Reaktion innerhalb der Batteriezellen, die durch Kühlung verlangsamt, jedoch nicht vollständig gestoppt werden kann. Erst nach vollständigem Ablauf dieses Prozesses kann Entwarnung gegeben werden. Zur Dauer des Einsatzes können aktuell keine Einschätzungen getroffen werden, da deutschlandweit keine belastbaren Erfahrungswerte vorliegen.

Begleitend zu den Löscharbeiten werden kontinuierlich Luftmessungen durchgeführt, um mögliche gesundheitsschädliche Stoffe zu überwachen. Auch mögliche Auswirkungen auf das Trinkwassernetz werden in Abstimmung mit den zuständigen Stellen des EAB, der Landestalsperrenverwaltung und dem Landratsamt fortlaufend geprüft. Auffälligkeiten wurden bisher nicht festgestellt. Wahrnehmbar ist ausschließlich eine Geruchsbelästigung.

Im Einsatz befinden sich derzeit rund 76 Kräfte aus mehreren umliegenden Gemeinden. Zeitweise waren bis zu 90 Einsatzkräfte vor Ort. Zur Sicherstellung der Maßnahmen bestehen weiterhin Verkehrsbeschränkungen im betroffenen Gebiet.

Vorsorglich wurden der Fichtehort, die Kita Purzelbaum und die Kita Löwenzahn für heute geschlossen. Die Eltern wurden informiert. Eine Notbetreuung für Kinder wurde eingerichtet. Die Schülerinnen und Schüler des Förderzentrums am Schützenplatz sind heute planmäßig nicht im Hortgebäude.

Anwohnerinnen und Anwohner, die berechtigten Zugang zu ihren Wohnungen benötigen, etwa zur Versorgung mit Medikamenten, werden gebeten, sich an die Einsatzkräfte vor Ort zu wenden.

Die Einsatzleitung geht derzeit davon aus, dass der Einsatz über den heutigen Tag hinaus andauern wird. Eine akute Explosionsgefahr besteht aktuell nicht. Durch die fortlaufenden Kühlmaßnahmen soll der Prozess kontrolliert begleitet werden.

Die Stadt spricht allen eingesetzten Kräften ihren ausdrücklichen Dank für das professionelle und engagierte Handeln aus.

Zwei Feuerwehrleute neben einem Einsatzfahrzeug auf den Parkplatz im Hintergrund Rauch vom Brand des Batteriespeichers
Brand eines Batteriespeichers am Schliebenparkplatz

Zurück