Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Archivverbundes lädt die Stadt Bautzen zu einem weiteren Fachvortrag ein. Am Dienstag, dem 14. April 2026, widmet sich Dipl.-Ing. Ralph Buder um 19:00 Uhr der Geschichte der Landesvermessung mit besonderem Schwerpunkt auf der Königlich-Sächsischen Triangulation der Jahre 1862 bis 1890.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Entwicklung eines präzisen trigonometrischen Vermessungsnetzes im Königreich Sachsen. Die sogenannte Triangulation – ein zentrales Verfahren der Geodäsie zur großräumigen Vermessung – basiert auf der Aufteilung von Flächen in Dreiecke und deren exakter Berechnung. Im 18. und 19. Jahrhundert bildeten solche Netze die Grundlage moderner Landesvermessungen in weiten Teilen Europas und Amerikas.
Mit dem Beitritt Sachsens zur Mitteleuropäischen Gradmessung im Jahr 1862 begann der systematische Aufbau eines eigenen Triangulationsnetzes. Unter der Leitung von drei Kommissaren entstand ein hochpräzises Messsystem mit insgesamt 158 Triangulationspunkten. Eine besondere Bedeutung kam dabei der Großenhainer Grundlinie zu, die ab 1872 als zentrale Streckenbasis diente. Zahlreiche dieser historischen Messpunkte sind bis heute erhalten und dokumentieren die wissenschaftlich-technische Pionierleistung jener Zeit.
Dipl.-Ing. Ralph Buder hat sich intensiv mit der Geschichte der Triangulation sowie den noch vorhandenen Denkmälern beschäftigt und wird im Vortrag Einblicke in seine Forschungsergebnisse geben.
Die Veranstaltung findet im Vortragsraum der Stadtbibliothek und des Archivverbundes, Schloßstraße 12, statt. Einlass ist ab 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Stadtverwaltung | Archivverbund Bautzen
