Auf Einladung der Stadtverwaltung fand in der vergangenen Woche ein weiterer Austausch zur zukünftigen Ausrichtung und Erweiterung des Stadtmarketings statt. An dem Termin nahmen zahlreiche Akteure teil, die bereits in vorherigen Gesprächen eingebunden waren, darunter Vertreter des Innenstadtvereins, des Tourismusvereins, der Hotellerie und Gastronomie, der Gedenkstätten, des Sorbischen Nationalensembles sowie weitere Partner aus Wirtschaft und Kultur.
Die Stadtverwaltung verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: Zum einen wird gemeinsam mit der städtischen Tochtergesellschaft BBB, u.a. Betreiber der Touristinformation und verschiedener Freizeitangebote, an einer strukturellen Neuordnung des städtischen Marketings gearbeitet. Zum anderen soll das Stadtmarketing insgesamt inhaltlich und organisatorisch erweitert werden, um Standort-, Innenstadt-, Tourismus- und Verwaltungsmarketing künftig stärker miteinander zu verzahnen.
Zwei aktuelle Projekte vorgestellt
Zu Beginn der Veranstaltung informierte die Verwaltung über zwei Projekte, an denen derzeit intensiv gearbeitet wird.
Zum einen wird die Stadt Etappenort der LIDL Deutschland Tour 2027. Grundlage dafür bildet ein entsprechender Beschluss des Stadtrates. Die internationale Radsportveranstaltung bietet erhebliche Potenziale für die überregionale Sichtbarkeit der Stadt und der Region.
Zum anderen wurde über die geplante Fortsetzung der Präsentation Sachsens im Louvre in Paris informiert. Nachdem Bautzen im vergangenen Jahr im Rahmen einer Ausstellung mit einem Bild vertreten war, wird es in diesem Jahr eine erweiterte Präsentation unter dem Dach von „Schlösserland Mitteldeutschland“ geben. Neben Sachsen beteiligen sich auch Thüringen und Sachsen-Anhalt an dem Projekt. Teil der Ausstellung wird ein Forum mit mehreren thematischen Stelen sein, darunter auch zum Bereich Tourismus. Die Stadt Bautzen strebt an, dort gemeinsam mit Partnern die Region Oberlausitz zu präsentieren.
Erweiterung des Stadtmarketings
Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte die Verwaltung den aktuellen Arbeitsstand zur Weiterentwicklung des Stadtmarketings vor. Ziel ist es, künftig Standortmarketing, Innenstadtmarketing, Tourismusmarketing sowie Verwaltungsmarketing stärker zusammenzuführen und gemeinsam mit lokalen Akteuren zu gestalten.
In diesem Zusammenhang wurde auch der laufende Prozess mit der BBB zur Schärfung einer gemeinsamen Struktur im Stadtmarketing angerissen. Zudem wurde über die Neugründung des Tourismusvereins Oberlausitz informiert sowie über den Vorschlag diskutiert, künftig regelmäßig sogenannte „Marketingwerkstätten“ zu verschiedenen Themen durchzuführen. Diese sollen als Arbeitsformate dienen, in denen konkrete Maßnahmen gemeinsam entwickelt werden.
Ein weiteres Thema war die mögliche Einführung einer Gästecard. Dabei bestand Einigkeit darüber, dass eine solche Karte vor allem einen Mehrwert für Gäste schaffen soll – etwa durch Vergünstigungen, Angebote und bessere Vernetzung touristischer Leistungen.
Ideen für Maßnahmen gesammelt
Im weiteren Verlauf der Diskussion wurden Ideen für konkrete Maßnahmen im Bereich des Stadtmarketings gesammelt. Dabei ging es unter anderem um Beteiligungsformate, mit denen Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteure stärker in Entwicklungsprozesse eingebunden werden können. Die Stadt hat hierfür mit den STARK-Stellen und dem Projekt „Interkommunale Zusammenarbeit und Wirtschaftsentwicklung Bautzen“ (IZWB) bereits organisatorische Grundlagen geschaffen.
Der Austausch soll fortgesetzt werden. Ein nächster Termin ist für Mitte Mai geplant.
Stadtverwaltung