Wenzelsmarkt ist durch die neue Corona-Schutzverordnung unmöglich

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Lange hat die Stadt Bautzen gehofft, den Wenzelsmarkt mit seinem Hygienekonzept durchführen zu können. Vom 26. November bis 22. Dezember sollte der 638. Bautzener Wenzelsmarkt stattfinden. Der Stadt Bautzen liegt ein genehmigtes Hygienekonzept durch das Gesundheitsamt des Landkreises vor. Die neue Corona-Schutzverordnung des Freistaates Sachsen macht die Umsetzung allerdings nunmehr unmöglich.

Die neue sächsische Corona-Schutzverordnung des Freistaates Sachsen mit Gültigkeit vom 22. November bis 20. Dezember sieht eine 2G-Pflicht für Weihnachtsmärkte in den Verweilbereichen vor. Gleichzeitig gilt in Sachsen ab dem 19. November die Überlastungsstufe, welche weitere Einschränkungen und Maßnahmen für Veranstaltungen vorsieht. Damit hat das Hoffen auf weihnachtliche Marktstimmung in der Altstadt ein Ende. Der diesjährige 638. Wenzelsmarkt muss abgesagt werden.

Bereits frühzeitig hatte die Stadt klargestellt, dass eine 2G- oder 3G-Regelung für den Wenzelsmarkt aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Mehrkosten nicht durchführbar ist. Der komplette Verzicht auf Gastronomiestände ist ebenfalls keine Option für die Stadt Bautzen. Bereits vor der Entscheidung haben mehrere Dutzend Händler bei der Stadt Bautzen abgesagt. Es wäre außerdem den Händlern und Kultur- und Kreativschaffenden gegenüber nicht fair, bei der gegenwärtigen Situation und den Äußerungen des Ministerpräsidenten den Wenzelsmarkt weiter zu planen um dann eine Absage oder ein Verbot zu riskieren, wenn bereits alles aufgebaut oder gestartet ist.

Gleichzeitig fallen mit der Absage des Wenzelsmarktes auch die verkaufsoffenen Sonntage ersatzlos weg.

Dazu Oberbürgermeister Alexander Ahrens: „Es ist traurig und äußerst bedauerlich, dass zum zweiten Mal der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands abgesagt werden muss. Es ist vor allem aus dem Grund bedauerlich, da die aktuelle Corona-Situation bereits seit Monaten vorhergesagt wurde und seitens des Bundes nicht viel getan wurde, gegen diese Situation anzugehen. Für die Händler und Gastronomen ist der erneute Ausfall eine Hiobsbotschaft, die hätte verhindert werden können, wenn schon frühzeitig Maßnahmen ergriffen worden wären oder aber das Land bereits frühzeitig ein Verbot erwogen hätte. Denn es ist durchaus nachvollziehbar, dass aufgrund der derzeitigen Situation in den Krankenhäusern an ein gemütliches Beisammensein auf den Weihnachtsmärkten nicht zu denken ist. Andererseits verstehe ich die aktuellen Zahlen als ausdrücklichen Beleg dafür, wie wichtig es ist, dass sich noch viel mehr Menschen impfen lassen.“

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