Wandertipps

Bautzen besticht nicht nur durch seine wunderschöne Altstadt. Auch die landschaftlich reizvolle Umgebung bietet gute Gelegenheiten zum Spazieren und Wandern.

Ein hervorragendes Wanderziel bietet der rund 1.300 ha große Bautzener Stadtwald. Dazu gehören Waldflächen im Bautzener Humboldthain, am südlich von Bautzen gelegenen Mönchswalder Berg, am Czorneboh mit seiner Bergbaude, am Thromberg und in der Schmoritz.

Überregionale Wanderwege

Die via regia

Die VIA REGIA ist die älteste und längste Landverbindung zwischen Ost- und Westeuropa. Sie existiert seit mehr als 2.000 Jahren und verbindet mit 4.500 km Länge 8 europäische Länder. Durch ihre Lage an der via regia, auch als Hohe Straße bekannt, hat sich die Stadt Bautzen zum Zentrum der Oberlausitz entwickelt. Sie brachte großen Reichtum, der sich in der wirtschaftlichen, kulturellen und architektonischen Entwicklung der Stadt widerspiegelte. Bei einer buchbaren Führung mit Besuch der Ausstellung „Die via regia im Bautzener Land“ im Nicolaiturm erfahren Sie Interessantes über die Stadt Bautzen und ihre einstige Stellung an der der historisch bedeutsamen Straße.

VIA REGIA Begegnungsraum – Landesverband Sachsen e.V.

VIA REGIA – Kulturschätze der Oberlausitz erleben

Der ökumenische Pilgerweg

Über den beliebten ökumenischen Pilgerweg, den Jacobsweg, entdecken jährlich zahlreiche Besucher die Stadt. Im Bautzener Stadtgebiet folgt der Wegeverlauf der alten via regia, der heutigen Seidauer Straße und Gerberstraße nördlich der Altstadt und knüpft an die Geschichte der Pilger vergangener Jahrhunderte an. Nach Santiago de Compostela weist die gelbe Muschel auf blauem Grund und dient auch als Markierung des 450 Kilometer langen Weges von Görlitz bis ins thüringische Vacha.

www.oekumenischer-pilgerweg.de

www.saechsischer-jakobsweg.de

Der Böhmische Steig

Von der via regia zweigten viele Wege nach Süden Richtung Böhmen ab. Einer davon ist der Böhmische Steig. Er führt von Bautzen nach Obergurig, weiter über Kirschau, Schirgiswalde und Sohland ins Böhmische. Dort nimmt er als „Alte Prager Straße“ seinen Weg weiter über Schluckenau (Šluknov), Rumburg (Rumburk), St. Georgenthal (Jiřetín pod Jedlovou) nach Böhmisch Leipa (Česka Lipa) und schließlich nach Prag.

Routenbeschreibung Böhmischer Steig

Wandertipps für kurze Strecken von Bautzen aus

Wanderung nach Grubschütz

Strecke: ca 4,5 km

In südwestlicher Richtung gelangen Sie über die Neusche Promenade in den Humboldthain mit seinem wild-romantische Verlauf der Spree und den darüber thronenden Felsen. Von dort geht es weiter bis in den nächsten Ort Grubschütz mit seinen Einkehrmöglichkeiten.

Wanderung an die Talsperre Bautzen

Strecke: ca. 13 km

Nördlich des Stadtteils Gesundbrunnen, wo der Lauf der Spree sich verbreitert, überqueren Sie über die Fußgängerbrücke den Vorstau der Talsperre und gelangen zum Ortsteil Oehna. Dort biegen Sie rechts ab und überqueren über die kleine Staumauer den Vorstau und gelangen so in der Nähe der Erhebung Abgott (201 m) und Mierschberg (192 m) zum Bautzener Stausee. Alternativ können Sie in Oehna auch links abbiegen (Orientierung: gelber Strich und gelangen über die Ortschaften Neumalsitz und Lubachau nach Kleinwelka mit Saurierpark und Irrgarten. Der Geschichtspfad Kleinwelka lädt zur Erkundung des Ortszentrums ein. Von Kleinwelka aus sind es nur noch wenige Kilometer bis nach Schmochtitz, wo sich das Schloss mit seiner reizvollen kleinen Parkanlage befindet.

Wanderung auf den Czorneboh

Strecke: ca. 3,5 km | Wanderzeichen: gelber Strich

Über den südöstlichen Stadtrand hinaus geht es über den alten Bautzener Ortsteil Strehla zu Naturpark und Sternwarte. Folgen Sie nun weiter dem gelben Strich in Richtung Süden und Sie gelangen über Mehlteuer, Pielitz und Großkunitz auf den nördlichen Kammweg zum Döhlener Berg. Dieser führt Sie schließlich über den Wanderweg der Deutschen Einheit auf den 561 m hohen Czorneboh und seinem Berggasthof. Der Aufstieg auf den steinernen Aussichtsturm, der sich neben der Bergbaude befindet und im Jahr 1851 als erster seiner Art in der Oberlausitz in Betrieb genommen wurde, wird bei guter Sicht mit einem grandiosen Ausblick in das Oberlausitzer Bergland belohnt.

Strecke: ca. 8 km | Wanderzeichen: roter Strich

Alternativ können Sie auch über Daranitz, Rachlau und durch den Schimmelbusch hinauf zum Czorneboh gelangen.