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Ministerpräsident Kretschmer sichert Unterstützung für Schwesternhäuser zu

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„Ich verspreche, dass ich helfe!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Michael Kretschmer am Dienstagabend aus Kleinwelka. Sachsens Ministerpräsident war angereist, um sich ein Bild von dem Areal der Schwesternhäuser zu machen. Sie sind das letzte Chorhausensemble im Originalzustand einer Herrnhuter Koloniegründung in Deutschland, das noch entwickelt werden kann – und somit auch für den Ministerpräsidenten von Interesse.

Bei einem Rundgang durch die sechs Gebäude und den großen Garten erklärte der Theologische Vorstand der Herrnhuter Diakonie, Volker Krolzik, mit welchen Probleme und Hoffnungen sich die Verantwortlichen befassen. Derzeit laufen in Teilen des Komplexes dringend notwendige Sicherungsarbeiten. Schritt für Schritt sollen die Gebäude restauriert und in Nutzung genommen werden – so die Vision der Anwesenden. Nach einem halbstündigen Rundgang kam Kretschmer zu dem Schluss: „Die Schwesternhäuser haben unglaublich viel Potenzial!“ Wie der Komplex konkret genutzt werden kann, wird derzeit noch erarbeitet. Denkbar sei eine Mischnutzung aus Wohnen, Handwerk und Kultur. Unter anderem die Herrnhuter Diakonie, der Ortschaftsrat, die Stadtverwaltung und die Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen treiben das Vorhaben voran. Dass sie mit dem Ministerpräsidenten einen weiteren Fürsprecher auf ihrer Seite haben, stimmte die Beteiligten optimistisch. Kretschmer kündigte an, nach Möglichkeiten der Unterstützung zu suchen.

Die Schwesternhäuser in Kleinwelka sind ein einzigartiges Kulturdenkmal. Hier errichtete die Herrnhuter Brüder-Unität in den Jahren 1770 bis 1896 die sechs Gebäude mit teils barockem Charakter. Für die Schwestern der Glaubensgemeinschaft der Herrnhuter Brüder-Unität war das Gebäudeensemble in Kleinwelka nicht nur Wohnstatt und geistliches Zuhause, sondern auch Arbeitsstätte für verschiedenste handwerkliche Tätigkeiten. Seit 2000 blieben die Gebäude ungenutzt. Belebt wird das Areal vor allem durch den jährlich stattfindenden Kultursommer, der ein begeistertes Stammpublikum in den Bautzener Ortsteil zieht.

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Der Theologische Vorstand der Herrnhuter Diakonie, Volker Krolzik (l.), informiert die Gäste um Michael Kretschmer (r.) über die Schwesternhäuser