Mitmachen, aktiv gestalten

Gleichstellung lebt vom gemeinsamen Einsatz engagierter Frauen und Männer. Nur zusammen können wir die Gleichberechtigung voranbringen. Hier erfahren Sie, was Sie tun können, um Gleichstellungsarbeit in Bautzen aktiv mitzugestalten.

Was fällt Ihnen auf? Was wollen Sie ansprechen? Was werden Sie verändern?

Haben Sie Anregungen, Themen oder Ideen, welchen die Gleichstellungsbeauftragte sich stärker widmen sollte? Zögern Sie nicht, anzurufen, eine E-Mail zu schreiben oder persönlich Kontakt aufzunehmen.

Sie können auch selbst aktiv werden und erhalten dabei Unterstützung, um andere Menschen kennen zu lernen und Netzwerke zu knüpfen, die sich auch für eine offene, geschlechtergerechte Gesellschaft einsetzen, immer nach dem Grundsatz „Gemeinsam sind wir stark!“

Hier finden Sie Beispiele, wie solche Veränderungen aussehen können!

Geschlechtergerechtigkeit durch Sprache

Geschlechtersensible oder inklusive Formulierung bedeutet, Sprache so zu verwenden und einzusetzen, dass alle Geschlechter oder Identitäten gleichermaßen sichtbar und wertschätzend angesprochen werden. Suchen Sie wertvolle Tipps und Hinweise, wie Sie geschlechtergerecht formulieren können in Übereinstimmung mit den Anforderungen an Gesetzgebung, Rechtschreibung, Verständlichkeit und Übersichtlichkeit? Anhand zahlreicher Formulierungshilfen erleichtert Ihnen der Leitfaden den Einstieg und Ihre Arbeit.

Leitfaden gendergerechte Sprache

„Ich will mich sicher fühlen – zu Hause ...“

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Laut einer Studie des Bundesfrauenministeriums hat in Deutschland jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch ihren (Ex-)Partner erlebt. Jede siebte Frau war bereits einmal von strafrechtlich relevanten Formen sexualisierter Gewalt betroffen. Wenn Sie sich zum Thema „Gegen Gewalt an Frauen und Männern“ engagieren wollen, können Sie das z.B. im Frauenschutzhaus Bautzen e.V. oder bei dem Opferhilfe Sachsen e.V.

Hier können Sie sich informieren: www.fsh-bautzen.de

Sexistische Werbung melden

Geschlechtsdiskriminierende Werbung ist problematisch, weil Werbung nicht nur ein Spiegel der Gesellschaft ist, der bereits existierende Verhaltensmuster reflektiert, sondern eine aktive Rolle im Rahmen der Konstruktion und Verfestigung von Geschlechtsrollenstereotypen spielt.

Wenn Sie sexistische Werbung entdecken und Sie etwas dagegen tun wollen, dann schreiben Sie an Pinkstink, eine Organisation, die sich für Geschlechtergerechtigkeit in der Werbung einsetzt. Sie schicken eine Kopie ihrer Nachricht zum Deutschen Werberat. Selbstverständlich können Sie sich mit Ihre Beschwerde auch selbst gleich an den Deutschen Werberat wenden.
Auf der Internetseite bei Pinkstink ist die Handhabung sehr einfach.

Weiteres erfahren Sie hier: pinkstinks.de

Jeder kann etwas tun!

„Nein heißt Nein!“ – Sexuelle Anmache und Belästigung von Mädchen und Frauen dürfen im öffentlichen Leben keinen Platz finden! Jede_r kann etwas tun, beispielsweise die Täter auf ihr Verhalten ansprechen. Ein solches Thema darf nicht totgeschwiegen und zur Normalität werden.
Mit dem Grundsatz „Nein heißt Nein“ im Sexualstrafrecht wurde ein frauenpolitischer Meilenstein erreicht. Frauen- und Menschenrechtsorganisationen und PolitikerInnen aller Bundestagsfraktionen ist es im Juli 2016 gelungen, was seit Jahrzehnten gefordert wurde: ein umfassender rechtlicher Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Der dafür notwendige Paradigmenwechsel wurde endlich vollzogen.

Weiter dazu: www.frauenrat.de