Verkehrsentwicklungsplan Innenstadt

Am 27. November 2013 wurde der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) Innenstadt Bautzen durch den Stadtrat beschlossen. Zentrales Ziel des VEP ist es, die erwartete Entlastung innerstädtischer Straßen zu nutzen, um Straßenräume aufzuwerten. Das Dresdener Ingenieurbüro IVAS hat zunächst den Ausgangszustand analysiert und eine Kurzfristprognose für das Jahr 2015 erarbeitet. Zahlreiche Maßnahmen für den Straßenzug Lauengraben/Kornmarkt, die Äußere Lauenstraße, die Friedensbrücke mit anschließender Clara-Zetkin-Straße und dem Knotenpunkt Schliebenstraße wurden darauf aufbauend entwickelt.

Zum Download stehen der erläuternde Textteil des VEP sowie die anschaulichen Abbildungen. Außerdem können die gesamten Unterlagen bei der Stadtverwaltung in der Abteilung Stadtplanung (Gewandhaus, Zimmer 310) eingesehen werden.

Nach einem erfolgreichen Verkehrsversuch im Jahr 2015 wurde das Konzept dauerhaft umgesetzt.

Im Versuch wurde zunächst Ende Januar 2015 die Höchstgeschwindigkeit zwischen Vogelkreuzung und Holzmarkt versuchsweise auf 30 km/h begrenzt. Damit sollte der Verkehr in diesem Bereich beruhigt und die Wohn- und Aufenthaltsqualität verbessert werden. Auch die Verminderung der Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern untereinander gehörte zu den Zielen. Als zweiter Teil des Verkehrsversuchs wurde Ende April 2015 an der Kreuzung Dresdener Straße/Schliebenstraße ein provisorischer Kreisverkehr errichtet.

Parallel dazu wurde untersucht, wie sich durch die Maßnahmen der Verkehr auf der Westtangente entwickelt. Anhand der vergleichenden Querschnittzählung auf der Westumfahrung (Siemensstraße) konnte festgestellt werden, dass diese Maßnahmen in den vergangenen Monaten ihre Wirksamkeit noch stärker entfaltet haben. Außerdem ergaben auch zahlreiche weitere Verkehrserhebungen wie Querschnitt- und Knotenpunktzählungen, Rückstaulängenerfassung und Reisezeitmessungen sowohl vor als auch während des Verkehrsversuchs, dass sich eine Reihe positiver Änderungen im Verkehrsablauf ergeben haben:

  • Die Belastung zu Spitzenzeiten nahm an der Vogelkreuzung um etwa 10 Prozent ab.
  • Der Rückstau an der Vogelkreuzung aus Richtung Friedensbrücke konnte reduziert werden.
  • Der Verkehr zwischen Schliebenstraße und Kornmarkt ist in beide Richtungen flüssiger geworden.

Auch der provisorische Kreisverkehr an der Schliebenstraße hat sich bewährt: Die Untersuchungen haben ergeben, dass damit ein geregelter, leistungsfähiger und behinderungsarmer Verkehrsablauf möglich. Durch den Kreisverkehr können zudem Nachfrageschwankungen wesentlich besser abgefangen werden. Die dauerhafte Umsetzung des Kreisverkehres wird den vorhandenen öffentlichen Raum deutlich aufwerten und die Verkehrssicherheit erhöhen.

Nach Auswertung des Verkehrsversuchs werden/wurden folgende Maßnahmen beschlossen:

  • Zwischen Lauengraben und Holzmarkt gilt weiterhin die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h