ESF Förderung im Stadtteil Bautzen-Gesundbrunnen

Vorausetzung für die Aufnahme in das Programm zur Nachhaltigen Sozialen Stadtentwicklung – ESF 2014–2020 war die Erstellung eines gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes. Mit dem Stadtratsbeschluss zur Umsetzung des „Gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes Bautzen-Gesundbrunnen zur Förderung des Gebietes im Rahmen der Richtlinie Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF 2014–2020“ beantragte die Stadt Bautzen ein ESF-gefördertes Rahmenprojekt für den Stadtteil Gesundbrunnen.

Angestrebt ist eine  koordinierte und vernetzte Zusammenarbeit der sozialen Träger und anderer Akteure des Stadtteils, eine Stabilisierung und Verbesserung der Situation vor Ort, mit dem Ziel den Zusammenhalt der Bewohner unterschiedlicher sozialer Gruppen zu fördern und damit auch langfristig die Attraktivität des Stadtteils zu erhöhen.

Mit Aufnahme in das Förderprogramm können bis 2020 Bildungs-, Betreuungs-, und Beschäftigungsmaßnahmen finanziell unterstützt werden.

Nach Abschluss eines mehrstufigen Beantragungsverfahrens sind nachfolgende Projekte gestartet:

  • Programmbegleitung/Koordination

als begleitende Maßnahme des Gesamtprozesses – inhaltliche Begleitung und Beratung der Projektträger bei Antragstellung und Abrechnungsmodalitäten und Koordination des Gesamtprozesses

  • BewohnerInnenselbstorganisation
    • Feierliche Eröffnung des Bürger-/Stadtteilzentrums am 4. August 2018, Otto-Nagel-Straße 79, 02625 Bautzen

Erreicht werden soll eine Integration der Zielgruppen über Erfahrungen der Selbstwirksamkeit im Alltag. Durch Aufgreifen und Bezugnahme auf individuelle Lebenslagen soll Motivation für eigenes Handeln gestärkt werden. In einem demokratisch anspruchsvollen Prozess soll im Verlauf des Projekts eine selbsttragende Stadtteilorganisation im Gesundbrunnen entstehen, in der sich Stadtteilakteure und BewohnerInnen über gemeinsame Interessen hinsichtlich der Stadtteilentwicklung verständigen und in entsprechende Entwicklungsprozesse einbringen.
www.steinhaus-bautzen.de

  • Migrationsberatung

Ziel des Projektes ist, dass anerkannte Asylbewerber/innen, Geflüchtete, benachteiligte Migrant/innen und deren Kinder durch Beratung, Begleitung und Unterstützung zu selbständigem Handeln in allen Bereichen des täglichen Lebens befähigt werden. Dieses Ziel soll auf der Grundlage von Migrationsberatung, offenen (Komm-und Geh-Struktur) und geschlossenen (z.B. Kurse, Workshops) Gruppenangeboten und Förderung ehrenamtlicher Patenschaften erreicht werden.

Angebote: Beratung, Frauentreff, Männertreff, Nachhilfe für Kinder und Jugendliche, interkulturelle Feste, Kurse zu verschiedensten Themen: Frauen in den unterschiedlichen Kulturen, Alltagsleben in Deutschland (Vertragsrecht, Finanzen und Wohnung, Kita und Schule)
www.caritas.de

  • Lebenslanges Lernen

bei Leuchtturm Majak e.V., Otto-Nagel-Straße 1, 02625 Bautzen:

Zielgruppe: sind Menschen aus dem Stadtteil Gesundbrunnen, vor allem benachteiligte Familien mit Kinder und Jugendlichen, Alleinerziehende, Migrantenfamilien sowie alle Interessierten

Ziele des Projektes: sind Vermittlung von Erziehungs-, und Kommunikationskompetenzen für Eltern und Kinder, Stärkung sozialer Kompetenzen und dadurch die Sensibilisierung zwischen verschiedenen Kulturen und Nationalitäten erreichen

Es soll ein besserer Austausch und Kommunikation zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund durch Interaktion und gemeinsame Aktivitäten erreicht werden und somit eine Förderung der Toleranz und Demokratiewerte

  • Quartiersmanagement

Durch die Einrichtung eines Quartiermanagements (derzeit im Ausschreibungsverfahren) sollen die Angebote der Akteure vor Ort gebündelt und begleitet werden.

Die Quartiersarbeit des Quartiersmanagements zielt darauf ab, mit den Bewohnern, Akteuren und Trägern vor Ort und außerhalb des Stadtteils ein gemeinsames Verständnis von Stadtteilentwicklung sowie Verantwortung für das eigene Stadtquartier Gesundbrunnen zu erreichen.

Es soll eine zentrale Kontakt- und Begegnungsstelle für die Bewohner des Stadtteils geschaffen und in enger Zusammenarbeit mit allen Projekten nachhaltige Ergebnisse erreicht werden.

Projekte in Planung

  • Fablab „Sprungbrett“

Das Projekt „Sprungbrett“ soll perspektivisch sozial bzw. infrastrukturell benachteiligte Jugendliche, Kreative und Gründer sowie engagierte Unternehmen aus der Region zusammen bringen. Jungen Menschen sollen somit (berufliche) Perspektiven in der Region aufgezeigt und Unternehmen bei der frühzeitigen Rekrutierung von Fachkräften unterstützt werden

  • Bürger-Garten-Projekt

mit Nachbarschaftshilfe und Zusammenhalt im Wohngebiet sollen über eine gemeinsame Aufgabe gefördert werden. Dabei geht es vor allem um soziales Miteinander im Gestaltungsprozess des Gartens, um gemeinsame Erfolgserlebnisse und eine Förderung der gegenseitigen Achtung und des positiven Umgangs mit- und untereinander