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Gelungener Auftakt zur Leitbilddiskussion

  Stadt Bautzen

Am 21. März zogen sich etwa 50 Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaftsbetrieben, Kultureinrichtungen, Parteien, Kirchen, Schulen und Vereinen in einen Beratungsraum des Museums Bautzen zurück, um etwa zwei Stunden über die Identität der Stadt Bautzen zu diskutieren. Es war die Auftaktveranstaltung für die Erstellung des Leitbildes 2030+, die unter der Überschrift „Sorben, Senf und Silbermond – Wer sind wir, was macht uns aus?“ stand. „Um sich ein Leitbild zu geben, müssen wir zuerst eruieren, wer wir sind und was uns ausmacht“, leitete Oberbürgermeister Alexander Ahrens die Veranstaltung ein. Was ist unsere Identität? Mit was identifiziere ich mich? Was bedeutete es, ein Bautzener zu sein?

Als Veranstaltungsformat wurde das so genannte World-Café gewählt. Die geladenen Gäste wurden einem von fünf Diskussionstischen zugelost und sollten dort Ihre Sicht zu folgenden fünf Fragen darstellen: Was macht mich stolz ein Bautzener zu sein? Mit was identifiziere ich mich? Was zeige ich Gästen zuerst in Bautzen? Warum lebe ich gerne in der Stadt? Was ist Einzigartig in Bautzen? Zum Abschluss der etwa einstündigen Diskussion sollte die kleinste gemeinsame Grundgesamtheit benannt werden.

In der abschließenden Vorstellung der Diskussionsergebnisse kristallisierten sich verschiedene Themen heraus. So erhielten die zentrale Lage der Stadt und die hervorragende Schullandschaft ebenso Pluspunkte, wie die überschaubare Stadtgröße, das bunter Vereinsleben und das Geschichtsbewusstsein einerseits aus den sorbischen Wurzeln heraus, andererseits aus dem Umgang mit der Gefängnisgeschichte. Hervorgehoben wurde ausnahmslos die sanierte Altstadt mit allen Facetten, also dem Handel und der Gastronomie auf der einen, dem gelungenen Mix aus Historie und Zeitgeist auf der anderen Seite. Bautzen versteht sich zudem als Stadt für die Region, was besonders an der Einschätzung der hervorragenden Wirtschaftslage festgemacht wurde. Familienfreundlichkeit und Wohnraum wurden zwar grundsätzlich positiv bewertet, sollten aber nach Auffassung der Diskutanten wegen des noch vorhandenen Potentials ein wesentlicher Bestandteil des neuen Leitbildes sein.

In den Resümees der Diskussionstische wünschte man sich von Politik und Gesellschaft einerseits mehr Stolz auf Geschaffenes, andererseits mehr Mut bei Entscheidungen. Bautzen sei mehr als man denkt, steht sich aber oft selbst im Weg. Negative Dinge müssen im Leitbildprozess klarer benannt werden, um im Leitbild selbst positive Antworten formulieren zu können.

Ein Leitbild steckt Entwicklungsziele für das Zusammenleben und Visionen in Wirtschaft, Soziales, Bildung, Kultur, Umwelt, Integration, Sicherheit aber auch überregionale Einbindung, OZSV und Wachstumsregion ab. Das Leitbild 2030+ bildet eine Richtschnur für die Entwicklung der Stadt Bautzen. Der Leitbildprozess bringt Bürgerinnen und Bürger aller Interessenslagen zusammen, um die Wünsche, Ziele und Visionen der Stadt Bautzen festzuschreiben. Eine Steuerungsgruppe aus Stadträten, dem Oberbürgermeister und den beiden Bürgermeistern erarbeitet nun aus den Themenvorschlägen einen Vorentwurf des Leitbildes 2030+, der ab Juni 2018 in insgesamt acht offenen thematischen Foren diskutiert werden kann.

Folgende Überschriften sind dafür vorgesehen:

Die vielfältige Stadt (Kultur und Sorben) 4.6.2018
Die prosperierende Stadt (Wirtschaft und Infrastruktur) 5.6.2018
Die generationengerechte Stadt (Senioren) 11.6.2018
Die lebenswerte Stadt (Vereine und Sport) 18.6.2018
Die bildende Stadt (Bildung und Weltoffenheit) 19.6.2018
Die sozial gerechte Stadt (Familien und Soziales) 21.6.2018
Die ökologische und partizipative Stadt 25.6.2018
Die integrierte Stadtregion (Tourismus und Region) 26.6.2018

Diese moderierten Themenforen sind öffentlich und alle Bautzenerinnen und Bautzener sind herzlich zur Diskussion eingeladen. Die Veranstaltungsorte werden zeitnah bekanntgegeben.

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