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Kunststoffindustrie: „Polysax“ auf Expansionskurs

Über interessante Ein- und Überblicke freuten sich Oberbürgermeister Alexander Ahrens und Wirtschaftsförderer Alexander Scharfenberg (l.) beim Rundgang mit Polysax-Geschäftsführer Jörg Schicktanz und Polysax-Vereinschef Ralf Liebscher (r.) durch das Kunst Langsam fährt der Laserstrahl über das dunkle Pulver, das gerade in Papierstärke Schicht um Schicht aufgebracht wird. Der Computer gibt die Anweisung, welche Stellen der Masse vom Laser „aufgeschmolzen“ werden. Am Ende des mehrstündigen Prozesses wird der 3D-Drucker in der Ausbildungshalle den Prototypen eines Werkstücks ausgeben. „Das ist ja genial“, meint Oberbürgermeister Alexander Ahrens, der gemeinsam mit Polysax-Geschäftsführer Jörg Schicktanz durch die Scheibe der modernen „Rapid-Prototypinganlage“ schaut. „Damit lassen sich sehr komplexe Teile über Nacht fertigen, darunter auch Werkstücke, die sich in konventioneller mechanischer oder gießtechnischer Fertigung nicht herstellen lassen“, so Schicktanz. Was ein wenig nach einem Spielzeug für Erwachsene klingt, hat einen ernsten Hintergrund.

Seit 2011 werden im „POLYSAX Bildungszentrum Kunststoffe GmbH“ Lehrlinge für die Oberlausitzer Kunststoffindustrie ausgebildet. 2009 hatten sich mehrere Geschäftsführer diverser Unternehmen der Branche sowie wirtschaftsnahe Einrichtungen zusammengefunden, um neue Wege in der Fachkräftesicherung zu gehen. „Bezogen auf das Engage- ment der Firmen und die technische Ausstattung sind wir einmalig in Ostdeutschland“, betont der Sohlander Jörg Schicktanz, der vor Jahren sogar eine kommunale Gesellschaft, die Gemeinde Sohland als Träger für das in Bautzen stehende Bildungszentrum gewinnen konnte.

Jugendliche, die hier lernen, können nicht nur dem 3D-Drucker beim Prototypen-Drucken zuschauen, sondern später als Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik oder Maschinen- und Anlagenführer Kunststofftechnik – so heißen die Ausbildungsberufe – oft gleich in höheren Stellungen der Betriebe einsteigen. „Wir sind mit den Bedingungen hier vor Ort den Inhalten des derzeit gültigen Ausbildungsplans etwa fünf Jahre voraus“, meint Schicktanz. Etwa 30 Lehrlinge werden hier pro Jahr ausbildet – sie finden in der Regel in einem der Oberlausitzer Kunststoffunternehmen einen Arbeitsplatz – einer Branche, die neben Metall eine der wichtigsten und zukunftsträchtigsten Industriezweige darstellt.

Dabei suchen die Verantwortlichen auch immer wieder den Kontakt zu künftigen Auszubildenden, etwa auf der Berufemesse „KarriereStart“ in Dresden. Schicktanz: „Ein nicht zu unterschätzender Faktor sind dabei die Großeltern, unsere Erfahrungen zeigen, dass sie heute eine relevante Rolle bei der Berufswahl ihrer Enkel spielen.“

Die modernste Technik, ein eigenes Mess- und Prüflabor, Kooperationen mit renommierten Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die kürzlich erfolgte Zulassung als eigenständige Ausbildungsstätte machen aus Polysax weit mehr als eine Ausbildungseinrichtung. Auch die Weiterbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern, Forschung und Entwicklung sowie das Angebot von Dienstleistungen wie Kunststoffprüfungen, Werkzeugmusterungen und anderen Leistungen gehören zum Geschäftsfeld. „Wir expandieren damit auch über die Oberlausitz hinaus, derzeit etwa vor allem nach Thüringen und in die Altbundesländer“, so Schicktanz. Mit besonderen Design-Projekten wie „Stückzahl X“ in Zusammenarbeit mit Studenten von Hochschulen wie der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle beschreitet Polysax auch außergewöhnliche neue Wege.

Oberbürgermeister Alexander Ahrens und Wirtschaftsförderer Alexander Scharfenberg zeigten sich daher nicht nur vom 3D-Drucker beeindruckt, sie sicherten ihre Unterstützung für die künftige Arbeit zu.

www.polysax.de

Über interessante Ein- und Überblicke freuten sich Oberbürgermeister Alexander Ahrens und Wirtschaftsförderer Alexander Scharfenberg (l.) beim Rundgang mit Polysax-Geschäftsführer Jörg Schicktanz und Polysax-Vereinschef Ralf Liebscher (r.) durch das Kunst

Über interessante Ein- und Überblicke freuten sich Oberbürgermeister Alexander Ahrens und Wirtschaftsförderer Alexander Scharfenberg (l.) beim Rundgang mit Polysax-Geschäftsführer Jörg Schicktanz und Polysax-Vereinschef Ralf Liebscher (r.) durch das Kunst

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