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Prozession der Osterreiter

40a Jüdischer Betraum

Seit Mitte des 14. Jahrhunderts lebten in Bautzen Juden. 1894 wurde die Israelitische Religionsgemeinde gegründet; ihr Vorsitzender war Hugo Lehmann, dem 1907 A.W. Altmann folgte. Zu dieser Zeit hatte die Gemeinde etwa 90 Mitglieder. Von 1933 bis 1938 stand Kurt Rieß der Gemeinde vor. In diesem Gebäude, der Rohproduktenhandlung von S. Sußmann, befand sich ein Betraum. Dieser Betraum wurde am 10. November 1938 von der SA verwüstet, die Inneneinrichtung auf der Straße verbrannt. Während des Pogroms wurden die jüdischen Männer, Frauen und Kinder von der SA durch die Straßen getrieben, ihre Geschäfte und Wohnungen zerstört. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 56 Bautzener Juden in Konzentrationslager deportiert; 54 von ihnen ließen dort ihr Leben. Einigen gelang es, der Vernichtung durch Emigration zu entgehen. Damit war die jüdische Gemeinde in Bautzen ausgelöscht.

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Blick auf das Rathaus und die Tourist-Information, Foto  Peter Wilhelm