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Prozession der Osterreiter

34 Protschenberg

Blick zuf Kapelle auf dem ProtschenbergEin bronzezeitlicher Burgwall der Lausitzer Kultur (1100–900 v. Chr.) riegelte den Protschenberg im Westen ab und begrenzt den Burgbezirk von 250 x 150 m. Eine Nachbesiedlung folgte im 11. / 12. Jahrhundert. Der Ersterwähnung 1585 als Proczechenberg folgte 1680 Protzschenberg, später Proitschenberg und Protschenberg. Der 1789 eingeweihte Friedhof erhielt 1884 eine Kapelle. 1922 wurde der Ort Seidau mit dem Protschenberg nach Bautzen eingemeindet. Der Friedhof ist Begräbnisstätte für Seidau und umliegende Dörfer. Drei bedeutende Sorben fanden hier ihre Ruhestätte: Jan Arnoš Smoler, Dr. Rudolf Jenč und Jurij Winar. Der Berg diente als Platz für Spiele und Belustigungen. Am bekanntesten war das Eierschieben, bei dem seit dem 19. Jh. bis 1964 jeweils am Ostersonntag Kinder Eier, Semmeln, Äpfel und Apfelsinen auffingen, die ihnen vom Berg zugeworfen wurden.

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Blick auf das Rathaus und die Tourist-Information, Foto  Peter Wilhelm