Museum Bautzen

Fritz Tröger (1894-1978)

Gemälde und Arbeiten auf Papier
7. Mai 2011 bis 29. Mai 2011

Dora Frohberg, 1924, Feder auf Papier, Privatsammlung. Die aus einer Privatsammlung stammenden Arbeiten entstanden zwischen 1921 und 1971 und geben einen Überblick über die künstlerische Spannweite des Malers. Zu den frühen Arbeiten gehören unter anderem ein Ölgemälde von 1923 sowie eine Federzeichnung aus dem Jahr 1924. Beide Werke zeigen Dora Frohberg, die einzige bekannte Lebensgefährtin von Fritz Tröger, welche allerdings schwer erkrankte und früh starb. Bildnisse von Familie und Freunden sowie ein in Öl ausgeführtes Selbstbildnis aus dem Jahr 1936 ergänzen die Präsentation.





Dora Frohberg, 1924, Feder auf Papier, Privatsammlung.

 

Lausitzer Teichlandschaft bei LaskeEin weiterer Teil seines Schaffens gehört der Landschaft.
Ab 1936 besitzt er in Laske bei Kamenz ein Landatelier und hier findet er nach eigenen Worten eine „zweite Heimat“.

Lausitzer Teichlandschaft bei Laske, Fritz Tröger (1894-1978), 1959, Farbige Kreide, Wasserfarbe auf Karton, Museum Bautzen.


Fernsehantennen über den Dächern, 1971, Pastellkreide auf Karton, Privatsammlung.Die Ausstellung zeigt jedoch nicht nur Lausitzer Landschaften, sondern auch Blätter von seinen Reisen an die Ostsee und nach Paris.

Fernsehantennen über den Dächern, 1971, Pastellkreide auf Karton, Privatsammlung.

 

Ab 1949 gewinnt die Arbeitswelt im Werk von Tröger zunehmend an Bedeutung. Es entstehen Zeichnungen im Kraftwerk Hirschfelde, im Braunkohlenwerk in Laubusch, in der Grube Piskowitz, in Skado, Jesau und Wiesa. Er zeichnet Grubenkumpel, Gleisbauarbeiter, Lokführer, Straßenbauer. Ihn interessieren die Menschen, die im Freien arbeiten und leben. Hinzu kommt die Technik – Förderbrücken, Bagger, Lokomotiven, Telefonmasten, Eisenbahngleise finden Eingang in sein Werk.  

Kurzbiografie

1894 geboren am 19.5. in Dresden
1914 - 1918 Besuch der Kunstgewerbeschule in Dresden, u. a. bei den Professoren Margarete Junge und Paul Roeßler
1918 - 1925 Besuch der Kunstakademie in Dresden, u. a. bei den Professoren
Max Feldbauer, Otto Hettner und Otto Gußmann
ab 1925 freischaffender Maler in Dresden
1929 - 1933 Versuche mit keramischer Wandmalerei in Meißen
ab 1936 Landatelier in Laske bei Kamenz
ab 1949 regelmäßige Studienaufenthalte in der MTS (Maschinen-Traktoren-Station) Barnitz bei Meißen
ab 1951 Arbeitsaufenthalte im Braunkohlenwerk „John Schehr“ in Laubusch bei Hoyerswerda, er leitet dort den Kunstzirkel und hat ab 1961 einen Werkvertrag
1978 gestorben am 5.4. in Dresden

 

Fritz Tröger, o. J., Fotografie, PrivatsammlungStudienreisen zwischen 1924 bis 1961 nach Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Tschechoslowakei und Österreich. Er wurde mit dem Grafikpreis des Rates des Bezirkes Cottbus, dem Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden, der Verdienstmedaille der DDR sowie dem Vaterländischen Verdienstorden der DDR ausgezeichnet.

Fritz Tröger, o. J., Fotografie, Privatsammlung.

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Bauernhaus im Schnee, I 1947, Aquarell auf Papier, Privatsammlung.

Bauernhaus im Schnee, I 1947, Aquarell auf Papier, Privatsammlung.