Museum Bautzen

Feuer und Licht

Kulturgeschichtliche und naturkundliche Blicke auf Feuerzeuge und Lampen
26. November 2011 bis 26. Februar 2012

Die Ausstellung

Lykien Durch Entdeckungen in der Natur, zum Beispiel die des Phosphors, entstanden neue Möglichkeiten Feuer und Licht zu erzeugen. Dank Erfindungen wie dem Streichholz mussten Holzstücke nicht mehr mühsam aneinander gerieben werden. Das entdeckte Erdöl bzw. das aus ihm gewonnene Petroleum diente vor der elektrischen Beleuchtung als wichtiger Brennstoff für Lampen. Beobachtungen und Entdeckungen in der Natur, verbunden mit den handwerklichen Fähigkeiten, sie für den Menschen nutzbar zu machen, erweiterten im Laufe der Zeit die Techniken der Erzeugung von Feuer und Licht. Die Ausstellung wagt außerdem einen Blick in Richtung Elektrizität – obgleich die Glühlampe selbst nicht mehr Inhalt der Schau ist. Gezeigt wird eine Installation des Dresdner Fotografen Amac Garbe, welche die Veränderungen durch künstliches Licht in der Beleuchtung von Innenräumen thematisiert.

 

Die Exponate

FeuersteinDie Ausstellung zeigt nicht nur Exponate aus den städtischen Bautzener Sammlungen. Viele der präsentierten Feuerzeuge stammen vom Musée de Paléontologie humaine Terra Amata in Nizza, aus der Sammlung von Dr. Bertrand Roussel. Weitere Feuerzeuge wurden vom Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg, den Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen (Dresden und Herrnhut), dem Vogtlandmuseum Plauen als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Der Großteil der gezeigten Lampen ist aus der Privatsammlung des Görlitzers Dieter Brückner, dessen Petroleumsammlung es 2009 in das Guinnessbuch der Rekorde schaffte. Andere Lampen kommen von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, dem Sächsischen Landesamt für Archäologie, dem Kulturhistorischem Museum Görlitz und aus den privaten Sammlungen von Gabriele Wagner aus Dresden und Ernst-Ulrich Walther aus Leutwitz.

 

Das Begleitprogramm

Begleitet wird die Ausstellung von Vorträgen zur Geschichte der Beleuchtung und zum einstigen Umgang mit Feuer. Das Puppenspiel „Prometheus, Kasper & Co.“, von und mit Museumspädagoge Ulrich Schollmeyer, greift das Thema „Feuer und Licht“ auf eher amüsante Art und Weise auf. Außerdem lädt das Museum an den Adventssonnabenden zum Basteln rund um die Kerze ein. 

 

Das Puppenspiel zur Ausstellung  - Prometheus, Kasper & Co.

Prometheus und Kasper

„Feuer und Licht“ lautet nicht nur das Thema der aktuellen Sonderausstellung im Museum Bautzen, sondern war zugleich Inspiration für das diesjährige Puppenspiel von Ulrich Schollmeyer. Der Kasper – unverzichtbar wie immer – wird darin nicht nur auf den legendären Feuerdieb und Kulturbringer Prometheus treffen, er greift auch selbst in die Geschichte der Feuererzeugung ein. Urmenschen und Gelehrte, Apotheker, hübsche Frauen, Mönche, griechische Götter und ein Adler bilden das Personal des etwa 45-minütigen Stückes. Komisches und Lehrreiches, Philosophisches und zum Schluss auch Brandgefährliches ergeben eine explosive Mischung, die von Gesang und gereimten Versen zusammengehalten wird.

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Plakat der Ausstellung Feuer und Licht