Museum Bautzen

Bilder aus vier Jahrzehnten

Max Walter Ulbrich (1911–1977)
Kabinettausstellung vom 13. Oktober 2012 bis 20. Januar 2013

Die Ausstellung

Max Walter Ulbrich, um 1965. Foto: Elisabeth Wilhelm, Bautzen. Vom 13. Oktober 2012 bis zum 20. Januar 2013 zeigt das Museum Bautzen Zeichnungen und Aquarelle aus dem Nachlass des Bautzener Malers Max Walter Ulbrich (1911–1977), dessen Aufmerksamkeit und besondere Liebe der Lausitzer Heimat galt. Er aquarellierte die Teich- und Berglandschaften in der Bautzener Umgebung sowie die Altstadt seines Wohnortes. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten geben querschnittsartig einen Einblick in das Schaffen des Künstlers.
Der 1911 in Niedercunnersdorf geborene Max Walter Ulbrich war nach der Berufsausbildung als Theatermaler in den Werkstätten der Staatsoper Dresden von 1931 bis 1940 als Bühnenbildner am Stadttheater Bautzen und von 1953 bis 1956 in gleicher Funktion am Stadttheater Zittau beschäftigt. Im Auftrag der Deutschen Werbe- und Anzeigengesellschaft (DEWAG-Werbung) reiste er anschließend als Bauleiter und Gestalter für DDR-Ausstellungen auf viele internationale Messen. Die künstlerische Ausbeute dieser Reisen war eine umfangreiche Kollektion von Bildern aus der ehemaligen Sowjetunion, aus Indien, China, Syrien und Schweden. Ausgewählte Arbeiten der Auslandsreisen sind ebenfalls in der Bautzener Ausstellung zu sehen. Mit viel Feingefühl fing Max Walter Ulbrich das Landestypische, die spezifische Architektur und die besondere Atmosphäre der Orte ein.

Kurzbiografie von Max Walter Ulbrich

Jahr Werdegang
1911 am 18. November in Niedercunnersdorf/Oberlausitz als Sohn des Zimmermanns Emil Ulbrich geboren
1928–1930 Berufsausbildung als Theatermaler und Bühnenbildner an der Staatsoper Dresden, gleichzeitig Ausbildung an der Kunstakademie Dresden
1931–1940 Bühnenbildner am Stadttheater Bautzen
1939 Heirat mit Christel Thiermann, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor
1940–1950 Soldat und sowjetische Gefangenschaft
1950–1953 Freischaffender Kunstmaler in Bautzen
1953–1956 Bühnenbildner am Stadttheater Zittau
1956–1967 Bauleiter bei der DEWAG-Werbung Dresden,  
Auslandsreisen nach Schweden (1956), China (1959/1965), Sowjetunion (1960), Indien (1960/61), Syrien (1963), Bulgarien (1967)
ab 1967 Invalidisiert; freiberufliche Tätigkeit, in der er sich in seinen Motiven seiner Heimatstadt Bautzen sowie den Teich-, Hügel- und Berglandschaften der Lausitz widmete
1977 am 4. Oktober in Bautzen verstorben

Begleitveranstaltungen

Öffentliche Führungen
Datum Zeit
Sonntag, 9. Dezember 2012 15 Uhr
Sonntag, 20. Januar 2013 15 Uhr
Museumsgespräch
Datum Zeit Veranstaltung
Donnerstag,
29. November 2012
16 Uhr »Der Bautzener Künstler Max Walter Ulbrich und seine Zeitgenossen«
Ophelia Rehor, Kunsthistorikerin, Museum Bautzen
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Max Walter Ulbrich  Indien, 1960/61. Max Walter Ulbrich: Indien, 1960/61.