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Das Rathaus vom Turm des Domes gesehen

Altstadtsanierung


Sanierung der Bautzener Altstadt seit 1989

1988/1989

umfangreiche Planungsunterlagen zur "westlichen Kernstadt" werden unter DDR-spezifischen Rahmenbedingungen entwickelt
Beginn der stadttechnischen Erschließung der westlichen Altstadt

1990: Die Situation in der Altstadt

542 Wohnungen sind unbewohnt, d.h. 42 % der Wohnungen in der Altstadt stehen leer
32 % der Hauptgebäude stehen ganz oder teilweise leer
75 % der Hauptgebäude weisen schwere, 11 % erhebliche Schäden auf vom Verfall bedroht sind besonders viele der rund 300 Baudenkmale in der Altstadt
Verkehrserschließung, insbesondere der ruhende Verkehr sind unbefriedigend gelöst
Beschluss über die Aufstellung der Erhaltungssatzung (Geltungsbereich Innenstadt einschließlich der gesamten Altstadt)
Beschluss zur Einleitung der Vorbereitenden Untersuchungen für die Altstadt zur Ausweisung als Sanierungsgebiet

1991

Aufnahme der Stadt Bautzen in 4 Förderprogramme
erste Fördervereinbarungen mit privaten Eigentümern werden abgeschlossen
Sanierungsträgervertrag mit der Kommunalen Planungs- und Entwicklungsgesellschaft der badischen Sparkassen mgH Karlsruhe (KSG)

1992

Beschluss der Sanierungssatzung für die Altstadt und der Erhaltungssatzung für die Innenstadt
Aufbau der Abteilung Stadterneuerung in der Stadtverwaltung
Abschluss der Erschließung und  Neugestaltung der Gassen der westlichen Altstadt
( u.a. Rittergasse, Siebergasse, Mönchsgasse, Große Brüdergasse)

1993

Übernahme der gesamten Vorbereitung und Betreuung der Sanierung in Eigenregie der Stadt
Beschluss des Sozialrahmenplanes für das Sanierungsgebiet
Altstadt erhält Förderpriorität gegenüber dem übrigen Erhaltungssatzungsgebiet
Bautzen beteiligt sich als eine von 12 europäischen Städten an einem Förderprojekt zur "Revitalisierung historischer Altstädte" (1993/1994)

1994/1995

für ca. ein Jahr befristet gezielter Fördermitteleinsatz für private Vorhaben in der Gerberstraße und Unterm Schloss
erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb "Erhaltung des historischen Stadtraumes" in den neuen Bundesländern
Ausweisung des Ergänzungsgebietes zum Sanierungsgebiet Wallstraße 6b
Die Zahl der privaten geförderten Sicherungs-, Modernisierungs- und Ordnungsmaßnahmen steigt auf über 170 im gesamten Erhaltungssatzungsgebiet.
trotz zunehmender Investitionstätigkeit sind in der westlichen Altstadt insbesondere die Schloßstraße und die Heringstraße (und damit die Stadtansicht) vom akuten Verfall bedroht, gezielte Lenkung der Fördermittel per Stadtratsbeschluss in diese Bereiche

1996/1997

Abschluss der Erschließung der nördlichen Kernstadt, damit sind in allen Bereiche der Altstadt die Voraussetzungen für Gebäudemodernisierung oder Neubau geschaffen
Städtebaulicher Wettbewerb Kornmarkt mit einer deutschlandweiten Beteiligung ( 63 eingereichte Arbeiten) zur kompletten Neugestaltung und Errichtung eines Einkaufs- und Dienstleistungscenters
Bau einer Tiefgarage mit ca. 80 Pkw-Stellplätzen unter den Freiflächen des Kornmarktes durch die Kreissparkasse
Abschluss des Gesamtvorhabens der Dresdner Bank, Volksbank, AOK mit Tiefgarage (Kornmarkt-Passage)

1998

Erweiterung des Erhaltungssatzungsgebietes um den Bereich Seidau
Baumaßnahmen an der Friedensbrücke (Straße, Fußweg, Erneuerung Geländer und Beleuchtung)
Aufnahme in ein Programm zur Revitalisierung innerstädtischer Gewerbebrachen mit dem Bereich Goschwitzstraße/Lauengraben (ehem. Essig- & Senffabrik, Theaterwerkstätten u.a.)
Weiterführung umfangreicher statischer Sicherungen an der Stadtmauer

1999

Bautzen ist mit 19 anderen Städten Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft historischer Städte in Sachsen
Beginn gezielter Maßnahmen zur Altstadtbegrünung
Erweiterung des Sanierungsgebietes um den Bereich des 13-geschossigen stadtbildstörenden Hochhauses am Rande der Altstadt der Abbruch des Hochhauses am Kornmarkt
Sicherung des Burgwasserturms und Wiederaufbau der Turmhaube (Bauherr: Freistaat)

2000/2001

trotz sinkender Einwohnerzahlen in der Gesamtstadt stetiger Zuzug seit 1993 in die Altstadt, zum Stichtag 30.06.2000 leben erstmals in der Altstadt wieder mehr Menschen als 1989
Altstadt beginnt sich als Wohn- und Gewerbestandort zu stabilisieren, im östlichen Bereich überwiegen Handel und Dienstleistungen, in der westlichen Altstadt hat sich eine Vielzahl überregional bekannter Gaststätten etabliert
Abbruch leer stehender, nicht nachnutzbarer Gewerbebauten in der Innenstadt (Essig- & Senffabrik, Theaterwerkstätten) als Voraussetzung für Neuentwicklungen in diesen Bereichen
städtebauliche Entwürfe verschiedener Architekten zum Neubau eines Puppen-, Kinder- und Jugendtheaters im Hof der Ortenburg erfolgt durch das Deutsch-Sorbische Volkstheater im Auftrag des Landratsamtes, 2001 Baubeginn
Eröffnung des Kornmarkt-Centers: 20.09.2000
wesentliche städtische Vorhaben:

  • Fertigstellung des Gesamtkomplexes: Sanierung Stadtbibliothek/Stadtarchiv, Schloßstraße 10/12 und Neubau Staatsfilialarchiv, Schloßstraße 14
  • Abschluss der stadttechnischen Erschließung der Altstadt
  • Beginn der Neugestaltung der Straßen der südlichen Innenstadt mit der Goschwitzstraße/Seminarstraße
  • Neugestaltung der Fußgängerzone Reichenstraße

2002/2003

Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen Jugendherberge zum Erhalt des Standortes Gerberbastei
Vervollständigung des baulichen Ensembles auf der Ortenburg durch Sanierung vorhandener Gebäude und Ergänzungsneubauten -> Einzug des Oberverwaltungsgerichtes Sachsen in das Hauptgebäude, Wiedereröffnung des Sorbischen Museums, Neueröffnung des "Burgtheaters" als Puppen- und Jugendbühne des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters mit der baulichen Integration des nunmehr für die Öffentlichkeit sichtbaren Rietschelgiebels, Eröffnung des "Burghofes" als gastronomische Einrichtung vervollständigen die multifunktionale Nutzung des Ortenburgkomplexes
Fortführung der neugestaltung der Straßen der südlichen Innenstadt mit dem Postplatz, der Karl-Marx-Straße, Rosenstraße und Kurt-Pchalek-Straße
Abschluss der stadttechnischen Erschließung und der Umgestaltung der Verkehrsanlagen in der Seidau
Wiederaufbau der Scharfenwegbrücke

  • 1000-Jahrt-Feier der Stadt Bautzen mit vielen Feierlichkeiten in der Altstadt 
  • Bautzen richtet die Jahrestagung der internationalen Arbeitsgemeinschaft
    "Die Alte Stadt" aus 
  • Aufnahme der Stadt Bautzen in das Programm Stadtumbau Ost – mit einem Rückbau- und vier Aufwertungsgebieten (auch Innenstadt einschließlich Altstadt)

2004/2005

Sanierung des Hauptgebäudes des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters mit Fördermitteln des Städtebaulichen Denkmalschutzes
Beginn der Komplettsanierung der Michaeliskirche 
Start der abschließenden Modernisierung des Stadtmuseums (2005 – 2009) – bei laufendem Museumsbetrieb 
Komplette Instandsetzung und teilweise Erneuerung der Fassade und Fenster des Doms St. Petri nach historischem Vorbild

2006/ 2007

Neuerstellung des städtebaulichen Rahmenplanes für die Innenstadt 
Start der europäischen INTERREG III B Fördeprojektes „ADHOC“ (Adapted Development of Historical Old Towns in Central and Eastern Europe) mit der Stadt Bautzen als einer von 13 internationalen Projektpartnern 
Beschluss Stadtrates zur Erweiterung der Förderschwerpunkte (bisher Sanierungsgebiet Altstadt und Seidau) auf die Äußere Lauenstraße, Töpferstraße, Gerberstraße, Unterm Schloß: Bereiche mit überdurchschnittlichen städtebaulichen Mängeln und Entwicklungsrückstau 
Sanierung der Außenhaut der Alten Wasserkunst und damit Abschluss deren Modernisierung 
Sicherung des Ortenburghanges, Instandsetzung und Gestaltung des Bereiches nach historischem Vorbild

2008

Der 2. und abschließende Bauabschnitt zur Sanierung des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters beginnt mit Förderung aus dem Städtebaulichen Denkmalschutz: Sanierung der „Sozietät“ und Magazinneubau 
umfassende Sanierung des Kirchgemeindehauses Töpferstraße 
Neuorientierung zu den historischen Wallanlagen 
Modernisierung und Instandsetzung des Domstiftes in 3 Bauabschnitten (2007-20011) 
Aufstellung und Beschluss der Erhaltungssatzung Bautzen-Kleinwelka über den historischen Ortskern mit dem besonderen städtebaulichen Ensemble der Brüdergemeine 
Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (SEKo) 
im Sanierungsgebiet Altstadt ist ein Sanierungsstand von ca. 85 % erreicht
Aufhebung des Aufwertungsgebietes "Innenstadt"

2009

Wiedereröffnung des Museums Bautzen nach der Fertigstellung der Sanierung
Eröffnung des Kirchgemeindehauses St. Petri, Am Stadtwall 12

2010

Fertigstellung des Domstiftes St. Petri - Außenanlagen in 2011 abgeschlossen

2011

Fortschreibung der Städtebaulichen Konzeption für das Sanierungs- und Erhaltungssatzungsgebiet
Fertigstellung des 2. Bauabschnittes des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters

2012

Wiederaufbau der eingestützten Stützmauer Am Zwinger
Beginn der Arbeiten zur Neubebauung der ehem. Hochhausfläche Kornmarkt 20

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