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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Industrie-Brache Jordanstraße: Abriss beginnt im Januar 2010

Mit seinem Beschluss Ende September 2009 hat der Bautzener Stadtrat grünes Licht für den Abriss der Gießerei-Brache an der Dr.-Peter-Jordan-Straße gegeben.
Gegenwärtig läuft die Ausschreibungsphase, die Aufträge werden am 16. Dezember 2009 vergeben. Im Januar 2010 soll mit den Abbrucharbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung ist für das II. Quartal 2010 vorgesehen. Aus Gründen der Sicherheit wird die Fläche zunächst eingezäunt. Zur späteren Nutzung der Fläche kann noch keine konkrete Aussage getroffen werden. Für die Arbeiten sind insgesamt rund 1.1 Millionen Euro vorgesehen, rund 829.000 Euro stammen aus dem „Europäischen Fond für regionale Entwicklung“ (EFRE) - „EU: Perspektiven für Sachsen“.

Das Industriegrundstück gehörte zur „Perfecta GmbH“ und beherbergte die Gießerei mit der mechanischen Fertigung von Maschinenteilen. 1995 erfolgte die Stilllegung der Produktion an diesem Standort. Die Industriebrache ist seit der Insolvenz im Jahre 1995 dem Verfall preisgegeben. Durch den jahrelangen Leerstand sowie durch Vandalismus und Plünderung befinden sich die einzelnen Gebäude in einem sehr desolaten Zustand, teilweise verbunden mit akuten Gefahren. Auf Grund finanzieller Forderungen gegenüber dem Eigentümer wurde durch die Stadt Bautzen 2008 die Zwangsversteigerung beantragt und das Grundstück im Mai 2009 auf diesem Wege erworben. Auf der brach gefallenen Fläche werden mit dem Abriss auch die Umweltschäden beseitigt, indem Altlasten wie Gießereirückstände oder kontaminierte Bauteile untersucht und auf Basis eines Entsorgungskonzeptes fachgerecht abgebrochen und entsorgt werden. Die entsprechenden Behörden waren bereits in die Vorbreitung intensiv eingebunden.

Zur Abbruchtechnologie: Mit Ausnahme des gemauerten 40 Meter hohen Schornsteins können die vorhandenen Gebäude und Anlagen mit konventioneller Abbruchtechnik maschinell abgebrochen werden. Abbruchtechnologie und Sicherheitsmaßnahmen sind so vorgegeben, dass die Belästigung der Anwohner durch Staub und Lärm gemindert wird. Der Schornstein selbst soll gesprengt werden. Die Sprengung wird im Rahmen der Abbruchtechnologie so erfolgen, dass Maßnahmen für Splitterschutz und Sperrungen im Umfeld auf ein Minimum reduziert werden. Der Maschinenabbruch wird durch so genannte Longfrontbagger erfolgen. Teilweise kommen dabei Hochbauausleger zum Einsatz. Die dabei entstehenden Gefahrenbereiche werden durch den Abbruchbetrieb abgesperrt.

Die Baustellensicherung erfolgt durch einen an der Grundstücksgrenze stehenden Bauzaun. In der Endphase der Abbrüche wird die als ein frei stehendes Gerüst mit Planenbespannung geplante Staubschutzwand an der Nordseite des Grundstückes errichtet. Diese soll während des Abbruches der direkt auf der Grundstücksgrenze stehenden Gießereihalle die Beeinträchtigung der Nachbarn mindern.

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