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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Institutionen unterstützen Museum Bautzen mit Leihgaben

Die letzten drei Monate bis zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung des Museums Bautzen beginnen am Montag, dem 2. Februar 2009, 14.00 Uhr, mit der Ergänzung des Banners an der Nordfassade des Hauses. Angebracht wird ein unscheinbares Juwel aus der Bautzener Sammlung, das Bild eines französischen Trompeters. Er trägt eine Uniform aus den Napoleonischen Kriegen. Waffenrock, Hose und das Stiefelpaar wurden 1876 unter der Dielung eines der Zimmer im Bautzener Gasthof „Zum Löwen“, dem heutigen „Gastmahl des Meeres“, gefunden. Der einquartierte Soldat hatte seine Sachen dort nach der Schlacht bei Bautzen 1813 versteckt und begab sich dann auf die Flucht. Zeitgenössische Forschungen in Militärarchiven ergaben, dass der Trompeter Pierre Cornion hieß. Er wurde im April 1796 im französischen Autun geboren und am 28. Juni 1814 aus der Kontrolle seines Regiments mit dem Eintrag „Wegen langer Abwesenheit gestrichen aus den Unterlagen“ getilgt. Mit dieser Uniform besitzt das Museum Bautzen ein einzigartiges historisches Zeugnis von europäischer Bedeutung. Selbst im Militärhistorischen Museum in Paris gibt es keine solche Uniform.

Im Mittelpunkt dieser Banneraktion stehen zudem Leihgaben von Institutionen. Deshalb wird Frau Silke Klewin, Leiterin der Gedenkstätte Bautzen, das Bild anbringen. Neben einer Gefängnistür aus der Gedenkstätte Bautzen und einer Uniform aus der Polizeihistorischen Sammlung gehören auch Exponate des Bautzener Stadtarchivs, des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters, der Druckerei Schleppers e.K., der Hermann Eule Orgelbau Bautzen GmbH, der Jüdischen Gemeinde zu Dresden sowie des Landesamtes für Denkmalpflege zu den wichtigsten Leihgaben der neuen stadtgeschichtlichen Ausstellung. Besonders für den Raum zur Geschichte der DDR in Bautzen von 1949 bis 1989 werden viele dieser Stücke zu sehen sein.

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