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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Neues Bürgerbüro im alten Ratskeller

Statt Speisen und Getränken gibt es jetzt Ausweise und Beurkundungen

Im März 2003 einigten sich die Stadtparlamentarier auf eine Gebäudekonzeption für die Verwaltung. Danach sollen die Gebäude Rathaus, Hauptmarkt 8 und der Komplex Gewandhaus längerfristig erhalten und alle anderen Häuser frei werden. Nach Sanierungsarbeiten im Gewandhaus dreht sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung seit einiger Zeit das Umzugskarussell. Mit den räumlichen gehen auch strukturelle Veränderungen einher. So gehören die Pass- und Meldebehörde (bislang Ordnungsamt im Gebäude Hauptmarkt 8) und das Standesamt (bisher Kesselstraße 1) in einen Verantwortungsbereich und bezogen in den ersten Tagen dieses Jahres als Einwohnermeldeamt/Standesamt gemeinsame Büroräume. Diese befinden sich im ehemaligen Ratskeller im Gewandhaus, Innere Lauenstraße 1.

Die Gaststätte zählte einst zu den besten Adressen am Platze. Seit 2000 gab es einen Pachtvertrag mit der Radeberger Brauerei. Die wiederum bemühte sich um Partner mit erfolgreichen Konzepten, scheiterte aber letztendlich. So einigten sich Brauer und Verwaltung, den Vertrag für den Ratskeller zu lösen.

2005 beschlossen Bauausschuss und Stadtrat, den Ratskeller mit allen dazugehörigen Anlagen im Sinne einer modernen Verwaltung umbauen zu lassen. Die Auflagen wurden klar definiert: barrierefreier Zugang, Herstellung einer neuen Eingangszone mit Wartebereich sowie die Einordnung eines so genannten front-office-Bereiches, der zwar offen gestaltet ist, aber trotzdem den Anforderungen des Datenschutzes entspricht. Das ist sowohl für die vom Standesamt als auch vom Pass- und Meldewesen genutzten Daten sehr wichtig. Am 13. Februar 2006 begannen die Arbeiten, am 11. Januar 2007 wurde der erste Bürger in den neuen Räumen begrüßt. In der Zwischenzeit wurden unter großem Aufwand Lüftungs- und Heizanlagen in das alte Gewölbe eingebaut, die Elektrik erneuert und unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten optimale Arbeitsbedingungen für die Verwaltungsangestellten geschaffen. Besucher kommen jetzt durch den Haupteingang des Gewandhauses und durch eine weitere Glastür in die Wartezone. Dort entnehmen sie entsprechend ihres Anliegens eine Wartemarke. Erscheint die Ziffer im Display, betritt der Besucher die ehemalige Gaststube. Wo einst Getränke und Speisen ausgegeben wurden, gibt es jetzt An- und Ummeldungen, Führungszeugnisse oder Ausweise, also alle Dinge, die bislang die Pass- und Meldestelle im Hauptmarkt 8 erledigt hat. In den geschlossenen Räumen dahinter, wo einst Köche leckere Speisen kreierten, befindet sich nun der Bereich des Standesamtes, ebenfalls mit unverändertem Aufgabenbereich. Im ehemaligen Ratskeller entstand für ca. 538.000 Euro eine bürgerfreundliche Serviceeinrichtung, die allen Ansprüchen an eine moderne Verwaltung genügt.

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