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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Zu Fuß besser durch die Stadt

Bautzen erweitert Fußgängerleitsystem

In der Stadt Bautzen weisen weiße Emaile-Schilder mit blauen Aufschriften den Weg zu den Museen, Türmen und sonstigen Sehenswürdigkeiten. Doch das System ist in die Jahre gekommen. Lücken sorgten bei Ortsfremden für Orientierungslosigkeit und letztlich hat das Beschilderungssystem mit Begrüßungstafeln an den Ortseingängen oder dem Geschichtspfad inzwischen eine bedeutend höhere Qualität. Das Amt für Pressearbeit und Stadtmarketing nahm das Fußgängerleitsystem unter die Lupe. Tatsächlich waren die Defizite enorm. Die Führung erfolgte nur selten konsequent vom Ort des ankommenden Gastes bis zum Ziel, vom Rückweg ganz zu schweigen. Manche Ziele waren im System erst gar nicht enthalten auch die Einbindung der sorbischen Sprache war nicht möglich. Die Analyse wichtiger und immer wieder gefragter Ziele, die gemeinsam mit der Tourist-Information Bautzen-Budyšin erfolgte, schloss eine Ergänzung des bestehenden Systems sehr schnell aus. „Wir wollten auf engem Raum möglichst viele Ziele und eine gute innerstädtische Orientierung unterbringen. Das war eine sportliche Herausforderung, die wir aber gut gemeistert haben“, so André Wucht, Leiter des Amtes für Pressearbeit und Stadtmarketing der Stadt Bautzen.

Die Bautzener Lösung lehnt sich an die genannten Systeme an, kommt aber noch eleganter daher: 2 Meter hohe und nur 30 Zentimeter schlanke Stelen aus sehr hochwertigem Aluminium, die mit Graffiti-sicheren Informationsfolien für Fußgänger beklebt sind. Darin enthalten sind oben das blaue Logo der Stadt auf hellem Gelb und der Slogan „Viele Türme. Gute Aussicht.“ auf orangenem Schriftbalken, über die eine Orientierung zum nächsten Informationspunkt gut möglich ist. Darunter, quasi in Augenhöhe, befindet sich der Auszug einer gezeichneten Stadtkarte, in die der aktuelle Standort eingezeichnet ist. Dann folgen bis zu 10 Ziele in deutscher und sorbischer Sprache mit entsprechenden Richtungsverweisen. Einige Piktogramme erleichtern die Orientierung zusätzlich. Im unteren Bereich der aluminiumfarbenen Stelen ist ebenfalls zweisprachig aber bedeutend größer der Name des Standortes zu lesen. Die Schilder werden fast ausnahmslos beidseitig genutzt und ermöglichen so auch eine Wegweisung zum Ausgangspunkt zurück. Das gab das alte System in dieser Form ebenfalls nicht her.

Das neue Fußgängerleitsystem beginnt an den Stellen, an denen Menschen in Bautzen ankommen. 2015 wurden die ersten 5 Stelen offiziell eingeweiht, nun konnte das System um 10 weitere Stelen erweitert werden. Sie befinden sich in der Nähe der Gedenkstätte Bautzen, an der Dr.-Maria-Grollmuß-Straße/Ecke Am Stadtwall, am Reichenturm, an der Karl-Marx-Straße/Ecke Lauengraben, am Postplatz, an der Wallstraße/Ecke Bahnhofstraße, an der Clara-Zetkin-Straße/Ecke Scharfenweg, unterhalb der Alten Wasserkunst an der Scharfenwegbrücke, oberhalb der Mühlstraße und an der Mühltorgasse/Ecke Vor der Fischerpforte.

„Trotz zunehmender Orientierung über moderne Elektronik bleibt ein solches Leitsystem unverzichtbar. Es ist aber auch nur dann hilfreich, wenn es konsequent umgesetzt ist“, so Wucht. An dieser Stelle bleibt das Defizit allerdings noch bis in das nächste Jahr bestehen. 2017 wird das System komplettiert und die alten Emaile-Schilder gehören dann der Vergangenheit an. 25 Stelen braucht das System auch, um als solches zu funktionieren und sinnvoll vernetzt auf 38 fußläufig erreichbare Ziele hinzuweisen. In Summe sind das 350 Wegweisungen.

 

Eine der 10 neuen Stelen des Bautzener Fußgängerleitsystems

Mitarbeiter der Spezialfirma Meta-Werbung aus Apolda errichten die neuen 10 Stelen des Bautzener Fußgängerleitsystems.

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