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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Stadt investiert in neue Kita-Plätze

Die Stadträte haben auf ihrer Sitzung im Dezember 2015 grünes Licht für zwei wichtige Kita-Projekte in der Stadt Bautzen gegeben. Dazu zählt eine neue Kombi-Einrichtung am Schützenplatz, die als Ersatz für die Krippe in der Weigangstraße dienen soll. Neben der Förderschule sollen künftig insgesamt 165 Kinder betreut werden – davon 30 Kinder im Krippenbereich, 60 im Kindergarten und 75 im Hort. Parallel dazu soll die Kita „Friedrich Schiller“ in der Paulistraße erweitert und in eine kombinierte Einrichtung umgewandelt werden – mit 26 Krippen- und 53 Kindergartenplätzen. In Summe werden damit vor allem die Kapazitäten im Kindergartenbereich erweitert, im Krippenbereich wird die vorhandene Kapazität erhalten, da die Weigangkrippe mittelfristig wegen baulicher Mängel geschlossen werden muss.

Der neue Hortbereich im Ersatzneubau am Schützenplatz ist für die Betreuung der Kinder aus der benachbarten Förderschule gedacht, die somit räumlich entlastet wird. In der Schule gibt es aktuell fast doppelt so viele Hortkinder wie ursprünglich im Rahmen der Sanierung geplant waren.

Als ersten Schritt für den Bau der Schützenplatz-Kita soll nun ein Architekten-Wettbewerb ausgelobt werden. Dabei wird entsprechend der Anforderungen der Stadtverwaltung die beste bauliche Lösung gesucht. Zu den Anforderungen zählt auch die Küchenart, für die im Vorfeld des Stadtratsbeschlusses verschiedene Varianten untersucht wurden und die Verwaltung sich letztlich für eine Ausgabeküche entschieden hatte. Mögliche andere Varianten wie eine Regenerierküche oder Teilvollküche wurden aus Kostengründen verworfen. Diese hätte mehr Platz und eine umfangreichere Ausstattung beansprucht und damit die Baukosten erhöht. Zudem wäre ein deutlich teurer Essenspreis die Folge gewesen. Allerdings ist eine Kinderküche geplant, in der die Kinder selbst Kochen und Backen erlernen können. Den Wettbewerb wird die Stadtverwaltung starten sobald der Haushalt 2016 rechtskräftig ist. Das Ergebnis soll im dritten Quartal feststehen.

Im Kindergarten „Friedrich Schiller“ wird durch die Sanierung und die geplante Erweiterung die bislang reine Kindergarten-Einrichtung in eine kombinierte umgewandelt. Kinder sollen hier künftig bereits ab der 9. Lebenswoche aufgenommen werden können. Jeweils eine Krippen- und Kindergartengruppe der Einrichtung sollen zudem barrierefrei gestaltet werden.
Die genauen Kosten der beiden Projekte werden nun im Zuge der Bauplanungen ermittelt. Erste Schätzungen gehen von 1,5 Millionen Euro für die Kita „Friedrich Schiller“ und rund 5 Millionen Euro für den Ersatzneubau am Schützenplatz aus. Ungeklärt ist dabei der Anteil möglicher Fördermittel von Bund und Land, die den Eigenanteil der Stadt deutlich senken könnten.

Von beiden Vorhaben hat der Ersatzneubau am Schützenplatz Priorität, da hier die Kinder der Schiller-Kita während deren Umbau aufgenommen werden sollen. Aus diesem Grund wird die Weigangkrippe entgegen der ursprünglichen Planung nicht stufenweise geschlossen, sondern bis zur endgültigen Fertigstellung der beiden Bauvorhaben Ende 2021 vollständig in Betrieb bleiben.

Sowohl Schiller-Kita als auch der Ersatzneubau werden in städtischer Trägerschaft betrieben. Die Stadt wahrt damit das Verhältnis von städtischen und freien Kitas bzw. Tagesmüttern. Rund 71 Prozent aller Kinder werden derzeit von freien Trägern betreut. Zudem verspricht sich die Stadt durch die eigene Trägerschaft einen flexibleren Einsatz des Personals in den Einrichtungen.

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