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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Wohnen in Bautzen – Bürgerbeteiligung zum Fachkonzept „Wohnen“

Bautzen gehört zu den Städten im Freistaat Sachsen, die seit der Wende eine außerordentlich positive Entwicklung genommen haben. Die Beschäftigung nimmt weiter zu, der Bevölkerungsrückgang hat sich abgeschwächt, die Wohnungsleerstände sind weitestgehend abgebaut. Wie in anderen Städten verändert sich die Wohnungsnachfrage quantitativ wie qualitativ.

Um den neuen Anforderungen gerecht werden zu können, hat die Stadtverwaltung das Fachkonzept „Wohnen“ überarbeitet. Das Konzept analysiert, wer in Bautzen künftig wo welche Wohnung benötigen wird. Auf Grundlage dieser Aussagen soll nun mit einer breiten Bürgerbeteiligung über Maßnahmen nachgedacht werden, die auf den Wohnungsmarkt wirken. Damit soll künftig den verschiedenen Zielgruppen – Haushalte mit eher niedrigen Einkommen, Familien mit Kindern, Gutverdiener, ältere Menschen über 65 Jahren sowie Zuzügler – ein ausreichendes Angebot an Wohnungen und Wohneigentum unterbreitet werden können.

Das preiswerte Wohnen wird künftig an Bedeutung gewinnen – unter anderem aufgrund der steigenden Altersarmut sowie der zuziehenden Migranten. Mittel- bis höherpreisige Wohnungen werden in zentralen Wohnlagen, wie der Altstadt und im Villenviertel, werden. Beim Wohneigentum wird die Nachfrage konstant bleiben, zu den Nachfragenden zählen hier vor allem Familien und Paare. Ein ausreichendes Angebot in diesem Bereich soll für Bautzen die Abwanderung ins Umland verhindern und den Zuzug von Bauwilligen ermöglichen. Dabei sind sowohl Baulandangebote als neue ausgewiesene Baugebiete sowie als Lückenbebauung, Stadthäuser oder Reihenhäuser denkbar. Eine weiter steigende Nachfrage wird es in der Stadt auch nach altersfreundlichen und Pflegewohnformen geben – vor allem durch den Anstieg der Zahl der über 80-jährigen. Dabei werden vor allem die Zahl der Pflegebedürftigen und die Pflegeintensität zunehmen. Auch hier werden künftig zunehmend preiswerte barrierefreie Wohnungen benötigt.

Wie sich einzelne Stadtgebiete künftig entwickeln, auch darüber gibt das Fachkonzept erste Prognosen.

So wird der ländliche Raum um das Stadtgebiet als Wohnstandort für Familien mit Kindern und Zuzüglern sowie Haushalten mit eher höherem Einkommen an Bedeutung gewinnen. Hier werden mittel- bis langfristig neue Wohnbaustandorte positive Effekte bewirken und zu einer starken Abschwächung der Wanderungsverluste führen.

Die Südvorstadt wird weiterhin von Haushalten mit eher niedrigem Einkommen und Zuzüglern mit eher niedrigem Einkommen bevorzugt werden.

In der Westvorstadt wird vor allem der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum stark steigen. Das Stadtgebiet ist auch weiterhin überwiegend von Haushalten mit eher niedrigem Einkommen, Familien mit Kindern und älteren Personen über 65 bewohnt.

Im Stadtteil Gesundbrunnen werden die Abwanderung und somit die Bevölkerungsverluste auf sehr hohen Niveau bleiben.

Die Altstadt bleibt Nachfragestandort für fast alle Marktsegmente. Das noch vorhandene Wohnraumpotential wird mittelfristig ausgeschöpft sein. Somit wird der Bevölkerungszuwachs langfristig stagnieren.

Im Nordostring wird der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum stark steigen. Das Gebiet wird stärker von Haushalten mit eher niedrigem Einkommen und älteren Personen über 65 (auch mit Pflegestufen) bewohnt bleiben. Allerdings werden weiterhin mehr Menschen in diesen Stadtteil ziehen, da die Altstadt nicht mehr genügend Wohnraum bieten wird.

Die Ostvorstadt wird an Attraktivität gewinnen - überwiegend für Haushalte mit eher niedrigem Einkommen, Zuzüglern mit eher niedrigem Einkommen, Familien mit Kindern und älteren Personen.

Das Villenviertel profitiert ebenfalls davon, dass die Nachfrage nach Altstadtwohnungen nicht mehr bedient werden kann. Das Stadtgebiet wird auch weiterhin ein gehobener Wohnstandort für Zuzügler mit eher höherem Einkommen, Haushalte mit eher höherem Einkommen und ältere Personen sein.

Um den Bedarf an Wohnraum künftig decken zu können, beinhaltet das Fachkonzept drei wesentliche Empfehlungen. Zunächst ist die bestehende Bausubstanz zu sanieren und zu modernisieren. Dabei wird der Umbau zu altersgerechten und barrierefreien Wohnungen zunehmend eine Rolle spielen müssen Zudem sind Bauflächen für den Neubau von Wohnungen und Häusern bereitzustellen.

Um die Meinungen und Ideen der Bautzenerinnen und Bautzener bei der Festlegung von Maßnahmen zu berücksichtigen, kann das Fachkonzept „Wohnen“ ab sofort heruntergeladen werden. Weitere Schritte der Bürgerbeteiligung werden in den kommenden Wochen vorgestellt.

Fachkonzept „Wohnen“ als PDF

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