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Bautzener Gespräche: Neue Reihe erklärt die Flüchtlingskrise

Mit einem neuen Gesprächsangebot will eine Initiative Bautzener Bürger über Hintergründe zur aktuellen Flüchtlingskrise aufklären.

Was sind es für Menschen, die zu uns kommen? Was wissen wir über ihre Motive, ihre Kultur und ihre Religion? Wie kann die Integration von Flüchtlingen gelingen? Was wird sich für uns verändern? Der Versuch von Antworten auf diese Fragen sollen unter dem Titel „Bautzener Gespräche“ in den kommenden Monaten angeboten werden. „Die Aufnahme und Integration bereitet uns Sorgen und stellt eine der größten Herausforderungen unserer Zukunft dar. Wir wollen mit der Reihe informieren, sachlich aufklären und zu offenen Diskussionen anregen“, heißt es in einer Erklärung der Gruppe, der neben dem Bautzener Zahnarzt Dr. Christian Kämpfe auch Silke Klewin (Gedenkstätte Bautzen), Erich Künzler (Oberverwaltungsgericht), Anna Pietak-Malinowska (Ausländerbeauftragte), Klaus Otmar Schneider (Volksbank-Vorstand), Christian Schramm (Oberbürgermeister a.D.), Dr. Peter-Paul Straube (Bischof-Benno-Haus Schmochtitz) und Museumsleiter Dr. Jürgen Vollbrecht angehören.

Nach dem jeweiligen Vortrag durch einen Experten wird die Gelegenheit zu Gesprächen und zur Beantwortung von Fragen gegeben. Folgende Gesprächsabende stehen bereits fest:

Zum Selbstverständnis des Islam
Montag, den 26.Oktober 2015 19.30 Uhr
Volksbank Bautzen, Goschwitzstraße 25

Referent: Tayyar Kocak, Regionalleiter Mitteldeutschland des Forums für Interkulturellen Dialog

Kadir Sanci spricht über das Selbstverständnis des Islam, der im frühen 7. Jahrhundert durch den Propheten Mohammed gestiftet wurde und zu den monotheistischen Religionen zählt. Er nimmt den Koran in den Blick, die Ausbreitung des Islam, dessen verschiedene Richtungen und die Möglichkeiten des Miteinanders verschiedener Religionen. Kadir Sanci engagiert sich für die Errichtung eines inter-religiösen Gebäudes, das in der Mitte Berlins entstehen soll. Unter einem Dach wird es eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee beherbergen. Dieses »House of One« soll eine Brücke zwischen den drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam schaffen.

Zum Töten bereit. Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen
Montag, den 7. Dezember 2015, 18.00 Uhr
Bischof-Benno-Haus Schmochtitz

Referentin: Lamya Kaddor, Duisburg Islamwissenschaftlerin, Islamische Religionslehrerin und Autorin

Weit über fünfhundert deutsche Dschihadisten, der jüngste von ihnen dreizehn Jahre alt, sind bislang ins syrische Kriegsgebiet ausgereist, um in den Reihen der brutalen Terrormiliz IS als »Gotteskrieger« zu dienen. Lamya Kaddor analysiert, warum Jugendliche in den Dschihad ziehen, während ihre Freunde zu Hause in Deutschland ihre Schulabschlüsse machen. Persönlich kennt sie mehrere junge Menschen, die auf der Suche nach Anerkennung dem Dschihad verfallen sind. Sie berichtet von einer orientierungslosen Generation und erklärt, was wir tun können, um die Radikalisierung unserer Kinder zu stoppen.

Ursachen und Gründe der Flucht. Zur Situation von Asylsuchenden
Donnerstag, den 14. Januar 2016, 19.30 Uhr
Steinhaus Bautzen

Referent: Patrick Irmer, Dresden, Sächsischer Flüchtlingsrat e.V. Dresden, Politologe und Sozialpädagoge

Weltweit befinden sich derzeit rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Welche Ursachen liegen diesen Migrationsbewegungen zu Grunde? Der Vortrag gibt einen exemplarischen Einblick in die aktuelle Situation der Herkunftsländer und skizziert mögliche Fluchtgründe.

Weitere Bautzener Gespräche sind in Vorbereitung. Geplant sind ein Ausblick auf die aktuelle Asylpolitik durch einen Experten aus dem Sächsischen Innenministerium, zudem Vorträge zu den Themen Integration und Migranten als Mitschüler und der Frage, ob und welche Gefahren von Asylsuchenden und Flüchtlingen ausgehen. Nicht zuletzt sollen auch Begegnungen mit Betroffenen organisiert werden.

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  Der Flyer "Bautzener Gespräche" zum Herunterladen

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