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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Bautzen, Christian Schramm,

zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
lube Budyšanki, luby Budyšenjo,

wenn ich meinen Blick zurück auf das Jahr 2014 richte, hat uns alle besonders ein Thema beschäftigt - die geplante Unterbringung von Asylbewerbern im Landkreis und in der Stadt. Im Sommer zogen die ersten in das Spreehotel ein und wurden von vielen Bautzenern herzlich willkommen geheißen. Menschen entschieden sich zu spontanen Partnerschaften, stellten sich für Deutschkurse zur Verfügung, übernahmen Fahr- und Behördendienste oder halfen mit Kleiderspenden. Die Initiative „Bautzen bleibt bunt“ wurde für ihr Engagement sogar mehrfach geehrt, viele Einzelpersonen hätten es ebenso verdient.

Das Thema hat einige Gemüter aber auch sehr erregt. Die Gründe dafür waren vielfältig. Veränderungen im eigenen Wohnumfeld erzeugen immer Unbehagen, das ist ganz natürlich. Dass die Unterbringung von Menschen anderer Religionen und Herkunft unter den besonderen Bedingungen einer Asylunterkunft nicht nur problemlos vonstatten geht, ist nicht von der Hand zu weisen und wurde nie bestritten. Bei der Lösung der Problemlagen helfen ungesteuerte Emotionen nicht oder sie schaffen nur zusätzlich Verdruss.

Gerade die Weihnachtszeit sollte uns erinnern und ermutigen über die Menschen nachzudenken, die hier im wohlhabenden Deutschland nach Sicherheit für sich und ihre Familien oder nach einem besseren Leben suchen.

Natürlich haben uns auch viele andere Themen beschäftigt, die teils sehr zukunftsweisend sind. Mit breiter öffentlicher Beteiligung konnte ein Radwegeverkehrskonzept erarbeitet und verabschiedet werden, das in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt wird. Ökologisch sinnvolle Verkehrslösungen sind ein klares Zeichen in die Zukunft. In der gleichen Ebene sehe ich die langfristige Planung der Kinderbetreuung. Die Entwicklung der letzten Jahre verlief positiver als zunächst angenommen. Steigende Geburtenzahlen sprechen für Bautzen als lebenswerte Stadt, stellen die Verwaltung aber auch vor neue Herausforderungen. Die zu lösen ist machbar aber nicht immer ganz einfach. Bestes Beispiel ist die Essenversorgung der Kindertagesstätten und Grund- bzw. Oberschulen. In der Bautzener Innenstadt geht es voran. Tausende Menschen konnten sich bei der Romantica davon überzeugen, was Händler und Akteure, die wie hier an einem Strang ziehen, erreichen können. Baulich bekam besonders der Kornmarkt ein neues Antlitz, traditionelle Bebauung und Moderne harmonieren in wunderbarer Weise miteinander. Auch hier war der Blick der Stadtplaner in die Zukunft gerichtet.

Erst wenige Tage ist es her, da konnte nach zweijähriger Bauzeit das soziokulturelle Zentrum „Steinhaus“ an den Verein übergeben werden. Bund, Land und Stadt haben hier 4,8 Mio. Euro investiert und auch hier ein klares Zeichen gesetzt. Auch wenn die Haushaltslage seit Jahren angespannt ist, entscheiden sich die Stadträte grundsätzlich dafür, die Lebensqualität in Bautzen weiter zu erhöhen, Investitionen voranzutreiben. Ich würde mir wünschen, dass wir alle diese Möglichkeiten nutzen. „In Bautzen ist nichts los“ kann ich nicht gelten lassen. Der Veranstaltungskalender platzt an manchen Tagen aus allen Nähten - Vereine, Einrichtungen und private Akteure kümmern sich und das wiederum freut mich sehr. Bautzen war Gastgeber des Landesfeuerwehrtages und des CIOFF-Weltkongresses, einer Organisation von Folkloregruppen aus der ganzen Welt. Bautzen war aber auch sportlich erfolgreich, ich erinnere stellvertreten an den Aufstieg der Budissakicker in die Regionalliga oder die Badmintonsektion des MSV 04, die sich im direkten Vergleich mit anderen Erstligamannschaften Silber erkämpfte.

Ich wünsche allen Akteuren den Mut und die Kraft, Ihren Weg weiter zu gehen und für die, die noch auf der Suche nach einem Thema für ihr persönliches Engagement zum Wohle der Stadt sind, hoffe ich auf einen erfolgreichen zeitnahen Findungsprozess. Vor allem aber wünsche ich allen Bautzenerinnen und Bautzenern, egal welcher Herkunft, Hautfarbe und Religion, erholsame und friedvolle Weihnachtsfeiertage und ein gesundes Jahr 2015.

Ihr Christian Schramm

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