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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Schüler recherchieren Bautzener Musikgeschichte

2010 traten der Leiter des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums Bautzen Karsten Vogt und Matthias Hauschild von „Hauschilds Ostsächsische Musikschule“ mit einem musikalisch touristischen Projekt an die Stadtverwaltung heran. Ihr Ziel: die Musikgeschichte der Stadt Bautzen aufarbeiten und für die Menschen in dieser Stadt, für Besucher aber auch für Schulklassen zugänglich zu machen. Die Idee stammt eigentlich aus dem Nachlass des 2007 verstorbenen Heimatforschers Herbert Flügel. Nun sollte sie als Schülerprojekt umgesetzt werden. Gemeinsam entwickelte man das Konzept für einen Musikpfad mit 10 Stationen innerhalb der Altstadt. „Seit 2010 recherchieren jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums zwei bedeutende musikalische Wirkungs- oder Wohnstätten“, erläuterte Schulleiter Karsten Vogt zum Start der Arbeiten an den Stationen 7 und 8 am 9. Januar. Unterstützt werden die jungen Forscher neben ihrer Schule und dem Archivverbund durch verschiedene Künstler und Heimatforscher.
Erlebbar wird der Musikpfad erst, wenn alle 10 Ergebnisse vorliegen. Dann nimmt die Stadt an den entsprechenden Gebäuden zunächst die Beschilderungen vor und entwickelt ein entsprechendes Begleitheft. Doch damit nicht genug. Ergänzend entsteht ein Audioguide in zwei Niveaustufen - für Grundschüler und für Jugendliche bzw. Erwachsene. Zielgruppen sind also Schüler ab der Klassenstufe 4, Mittelschüler und Gymnasiasten aber auch Touristen auf den Spuren der Bautzener Musikgeschichte. Entsprechende Geräte können in der Tourist-Information Bautzen-Budyšin ausgeliehen werden und informieren wahlweise in deutscher, sorbischer, englischer, französischer, spanischer oder tschechischer Sprache. So zumindest sieht es der derzeitige Plan vor. „Dieses Produkt ist in mehrfacher Hinsicht eine tolle Sache“, schwärmt Matthias Hauschild. „Zunächst beschäftigen sich junge Menschen mit der Geschichte ihrer Stadt. Dabei entsteht ein hochwertiges touristisches Produkt zu einem spannenden Thema“. In der Tat wurde Bautzener Musikgeschichte noch nie in dieser Form aufgearbeitet. Neben dem bekannten Geschichtspfad, der sich mit der Historie von Gebäuden befasst, entsteht so ein weiteres touristisch aber auch schulisch nutzbares Segment mit Erweiterungspotential. „Vor vier Jahren haben wir über Schilder und den mehrsprachigen Audioguide nachgedacht“, so André Wucht, der bei der Stadt für das Marketing zuständig ist. „Heute bieten sich durch mobile elektronische Geräte ganz andere Möglichkeiten. Vielleicht lässt sich noch eine App oder wenigstens eine Vernetzung via QR-Code einrichten“. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik und nicht zuletzt von der städtischen Haushaltslage abhängig. In die Marketingstrategie der Stadt passt es allemal. Bautzen legt großen Wert auf elektronische Kommunikation. Eine touristische Bautzen-App läuft seit Jahren mit Erfolg und wer will, kann sogar einen Stadtrundgang auf sein Handy laden.
Für die Mädchen und Jungen der Klasse 8 des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums haben diese Fragen zunächst aber noch keine Relevanz. Sie befassen sich bis zum Ende des Schuljahres mit den Abschnitten 7 und 8 des Musikpfades: Chormusik und Posaunenchöre.

Abschnitte des Musikpfades
Schuljahr 2010/2011: Jugend- und Blasmusik, Militärmusik
Schuljahr 2011/2012: Orgelmusik, Sorbische Musik
Schuljahr 2012/2013: Stadtpfeifer und Kommunale Musikschulen, Theater
Schuljahr 2013/2014: Chormusik, Posaunenchöre
Schuljahr 2014/2015: Sakrale Musik, Musikschaffen ab 2002

André Wucht, Leiter des Amtes für Pressearbeit und Stadtmarketing, und Schulleiter Karsten Vogt (l.), stellen in der Klasse 8d des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums das passende Schild zum aktuellen Projekt des Musikpfades vor.

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