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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Bautzener Feuerwehr in gefährlichem Einsatz

Die Kameraden der Bautzener Feuerwehr befinden sich seit den Morgenstunden in einem Großeinsatz. Beim Brand in einem Spänesilo einer Bautzener Treppenbaufirma in der Neuteichnitzer Straße besteht seit dessen Ausbruch gegen 7.00 Uhr Explosionsgefahr. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Betrieb wurde geräumt, die bisweilen bis zu 40 Kameraden der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Kameraden aus den Wehren Mitte, Kleinwelka und Stiebitz versuchen den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Die Löscharbeiten gestalten sich extrem schwierig, es besteht die Gefahr einer Staubexplosion. Würden die Einsatzkräfte versuchen, die Luken des Spänebunkers zu öffnen, um an den Brandherd zu gelangen, könnte der schlagartig verfügbare Sauerstoff zu einer Explosion führen, so die Einschätzung der Einsatzleitung vor Ort. Um den Brand unter Kontrolle zu bekommen, werden Kameraden auf einen Löschangriff mit Stickstoff setzen. Für dieses Verfahren setzten sich die Bautzener Einsatzkräfte auch mit der befreundeten Feuerwehr aus der Bautzener Partnerstadt Worms in Kontakt, die über spezielle Erfahrungen mit der Stickstoff-Löschung verfügt. Derzeit befindet sich ein Spezialtransporter mit Stickstoff auf dem Weg von Dresden nach Bautzen, der bei der aktuellen Witterung nur mit einer Sondergenehmigung fahren darf und auch nur langsam vorankommt. Für den Stickstoff-Einsatz wird das Technische Hilfswerk Bautzen vier Kernbohrungen vornehmen. Eine Bohrung an der Unterseite des Silos dient der Einleitung des Gases, drei Bohrungen an der Spitze sollen das im Silo befindliche Kohlenmonoxid ableiten. Mit dem eingeleiteten Stickstoff sollen die Brandherde im Silo erstickt werden. Dazu wird das Gas mindestens acht Stunden wirken müssen. Aktuell (15.30 Uhr) sind rund 15 Kameraden vor Ort, nachdem die Einsatzkräfte der Feuerwehren Kleinwelka und Stiebitz abgezogen wurden. Die Schicht der Bautzener Feuerwehr wird ca. 21.00 Uhr ausgetauscht.

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