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Geheime Bratwurstkommissare gekürt

Sven, Bernd, Eric, Hans, Alexander, Uwe, Marko und Maria – mit insgesamt acht „Geheimen Bratwurstkommissaren“ will die Stadt Bautzen in den kommenden Tagen die Qualität der Bratwurst auf dem 628. Bautzener Wenzelsmarkt prüfen und bei Händlern und Besuchern das Qualitätsbewusstsein steigern. Insgesamt hatten sich mehr als 40 Bratwurstfreunde für den Einsatz als Wursttester beworben. „Die Qualität der Bewerbungen war unglaublich, so dass wir nun acht statt der geplanten fünf Testpersonen ins Rennen schicken“, erklärt Andreas Hennig vom Kulturbüro der Stadt Bautzen. Wenig überraschend hatten sich überwiegend Männer für die ehrenvolle Aufgabe beworben, unter insgesamt neun Bratwurstständen, denjenigen mit „Wenzels Bester“ zu küren. Das spiegelt sich auch in der Besetzung der „Geheimen Bratwurstkommission“ wieder.

Den Ausschlag für die Besetzung der Kommission gaben zwei Kriterien: die fachliche Eignung oder die Originalität der Bewerbung. So konnte Student Marko, 26 Jahre, der sich selbst als einen „verschwiegenen, objektiven und genüsslichen Kenner und Feinschmecker“ beschreibt, auch mit einem im Sommer belegten Seminar zur Original Thüringer Rostbratwurst punkten. Sven, 41 Jahre, „ein passabler Griller von Wurst- und Fleischartikeln“ will die Aufwandsentschädigung von 30 Euro an die Bautzener Tafel spenden. Der weibliche Geschmack wird in der Kommission durch Maria vertreten. Die 19-Jährige sieht in der Bratwurst ein „kulinarisches Kulturgut“ und bringt mit einem „widerstandsfähigem, leistungsbereitem Magen, funktionierenden Geschmacksnerven, der Objektivität einer Horde DEKRA-Prüfer“ sowie jeder Menge „Bautz´ner Senf im Blut“ alle Voraussetzungen für die Arbeit in der Kommission mit. Auf die „freiheitlich demokratischen Impulse“ der Kommission zielt Bratwurstkommissar Eric ab, bei dem Fleisch sonst nur selten und dann in hoher Qualität auf dem Speiseplan steht. Sein Kollege Alexander bewarb sich gleich mit seinem Gesellenbrief als Fleischer mit der Spezialisierung „Verkauf“ erfolgreich als Tester. Als „Alterspräsident“ der Kommission fungiert der 76-jährige Hans, der nie etwas mit dem Fleischerberuf zu tun hatte und da „völlig neutral, weil frei von Vorurteilen“ die Bautzener Würste bewerten wird. Berufliche Expertise bringt hingegen Bratwurstkommissar Uwe mit, der bereits seit der Wende Fleischer ausbildet. Vor allem seinem Spitznamen verdankt der Bautzener Bernd sein Engagement in der Kommission: Im Familienkreis drückt die Bezeichnung „BB“ für „Bratwurst-Bernd“ seine Leidenschaft für gegrillte Würste aus.

Die Kommission wird noch in dieser Woche ihre Arbeit aufnehmen und unerkannt die Würste auf dem Bautzener Wenzelsmarkt, dem vermutlich ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands, verkosten. Bewertet werden neben Geschmack, Aussehen und Frische der Wurst auch das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Präsentation der Wurst und die Freundlichkeit des Personals. Für jedes Kriterium können maximal zehn Punkte vergeben werden. Die drei Wurststände mit den meisten Punkten werden am Sonntag, dem 16. Dezember 2012, öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet.

Mit der „Geheimen Bratwurstkommission“ will die Stadt für die Qualität des gastronomischen Angebotes auf dem Bautzener Wenzelsmarkt werben und das Qualitätsbewusstsein bei Händlern und Besuchern steigern. Ab 2013 soll die Aktion zu einer öffentlichen Bratwurst-Verkostung durch Experten des Fleischerhandwerks ausgebaut werden.

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