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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Zwei neue Etappen für Bautzener Musikpfad

Im November 2010 wurde im Bautzener Rathaus der Auftakt für ein außergewöhnliches Schulprojekt gegeben. Seitdem erkunden Mädchen und Jungen der 8. Klassen des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums die Bautzener Musikgeschichte. Die Idee entstand aus dem Nachlass des Bautzener Heimatforschers Herbert Flügel (1908-2007), in dem sich dazu ein kleines Heft aus dem Jahr 1924 befand. Matthias Hauschild, Leiter der Ostsächsischen Blasmusikschule, nahm sich des Themas an und traf sowohl bei Schulleiter Karsten Vogt, als auch bei Oberbürgermeister Christian Schramm auf offene Ohren.

In der Innenstadt gibt es 10 Orte, an denen Musik eine wesentliche Rolle spielte bzw. spielt. Unter Überschriften, wie „Jugend- und Blasmusik“, „Sakrale Musik“, „Sorbische Musik“ oder „Musikschaffen ab 2002“ werden diese Orte zu einem Rundweg zusammengefasst, der ab 2015 für Touristen und Musikliebhaber nutzbar sein wird. Eigens entwickelte Tafeln, die sich in ihrer Gestaltung an den Bautzener Geschichtspfad anlehnen, geleiten Interessenten durch die Stadt. Die notwendigen Informationen lassen sich dann entweder in einem Begleitheft nachlesen oder per Audioguide hören.

Dieser Hörführer wird in zwei Niveaustufen erstellt, einmal für Grundschüler und einmal für Jugendliche bzw. Erwachsene. Zielgruppen sind also Schüler ab der Klassenstufe 4, Mittelschüler und Gymnasiasten aber auch Touristen auf den Spuren der Bautzener Musikgeschichte. Entscheidet man sich für den Audioguide, verkürzt die entsprechende Musik den Weg zwischen den Stationen. Die notwendigen Abspielgeräte sind ab 2015 in ausreichender Menge in der Tourist-Information Bautzen-Budyšin ausleihbar und können auch für Schulklassen zur Unterrichtsgestaltung genutzt werden. Geschrieben und gesprochen werden die Texte in deutscher, sorbischer, englischer, französischer, tschechischer, polnischer und sogar spanischer Sprache. Fast alle Übersetzungsleistungen werden in Bautzener Schulen erbracht.

Und wie funktioniert die musikalische Geschichtstour? Tritt der Nutzer an ein Objekt heran, kann er die entsprechende Information abrufen. Mit einem kleinen Jingle wird er eingestimmt, erhält dann eine Textinformation, ein Hörbeispiel und wieder ein Jingle, mit dem das Ende der Information zu diesem Teil des Pfades signalisiert wird. Die neue Laufrichtung gibt ein Pfeil auf der Objekttafel an. Je nach Stand der Technik ist auch eine Datenübertragung auf mobile Datenträger möglich. Eine Stadtrundgangsapp für Smartphones hat Bautzen bereits, vielleicht lässt sich das System erweitern.

Im Schuljahr 2010/2011 recherchierten Mädchen und Jungen die Themen „Militärmusik“ und „Blasmusik“. Dabei wurden sie neben ihren Musiklehrern Martina Born und Dr. Jochen Lebelt auch vom Stadtarchiv und Mentoren der regionalen Musikszene unterstützt. Am 15. November überreichten Schülerinnen und Schüler aller drei 8. Klassen des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums an passendem Ort in der Michaeliskirche ihre Recherchen zu „Orgelmusik“ und „Sorbische Musik“. Unterstützer und Ratgeber waren in diesem Schuljahr u. a. die Geschäftsführerin der Hermann Eule Orgelbau GmbH Anne-Christin Eule, der Kirchenmusikdirektor i. R. Gerhard Nöbel, der Kirchenmusiker Matthias Pfund sowie Tobias Rucher und Detlef Kobjela vom Sorbischen Nationalensemble.

Im Schuljahr 2012/13 geht die Arbeit weiter. Dann stehen das Wohnhaus des Stadtpfeifers Pezelius in der Großen Brüdergasse und das Theater alt und neu im Mittelpunkt der Recherchen.

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