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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Von Karpfen und Hussiten – Neue Vorträge im Archivverbund

Um im Verlauf des Jahres nicht unter Geldmangel zu leiden, steckt sich so mancher eine Karpfen-Schuppe oder gar einen Karpfen-„Knochen“ ins Portemonnaie. Seit wann die Oberlausitzer diesem abergläubischen Brauch überhaupt frönen können – denn der Karpfen ist keineswegs ein „Einheimischer“ - erklärt Andrzej Paczos, Mitarbeiter vom Museum für Naturkunde Görlitz in seinem Vortrag „Wie der Karpfen in die Oberlausitz kam“ am 10. Januar, mit dem der Archivverbund Bautzen die Veranstaltungsreihe des Archivverbundes im neuen Jahr eröffnet. Sie wird am 7. Februar fortgesetzt mit der spannenden Frage um die Bedeutung Bautzens als Zentrum der Oberlausitz und als Aufenthaltsort fürstlicher Häupter in der Stadt, der sich Dr. Lars-Arne Dannenberg mit seinem Vortrag „Bautzen – Hauptort, Hauptstadt Residenz“ widmen wird.

Ein Höhepunkt des ersten Halbjahres ist der bundesweite „Tag der Archive“ am Sonnabend, dem 3. März. Unter dem Motto „Aus der Schatzkammer ins Netz“ lädt der Archivverbund von 14.00 bis 18.00 Uhr in seine Räume ein. Dabei sollen besonders die historischen Urkunden des Stadtarchivs und des Staatsfilialarchivs im Kontext ihrer Nutzung im 21. Jahrhundert vorgestellt werden.

Über „Das Kommunikationsnetz des Sechsstädtebundes in der Hussitenzeit“ referiert am 3. April Markus Bitterlich, und er zeigt dabei die Widrigkeiten, denen Boten und Gesandte ausgesetzt waren, wollten sie ihren Auftrag einer Nachrichtenüberbringung pflichtgemäß erfüllen. Um die Vermächtnisse zweier bedeutende Bautzener geht es im Rahmen eines Vortrags des Mättig-Stipendiaten Emanuel Priebst am 8. Mai; „Bautzen im konfessionellen Zeitalter – Die Stiftungen des Hieronymus Bergmann und Salomon Zeidlers“. Hier gibt es Gelegenheit, mehr über die Hintergründe einer Stiftung und die Schwierigkeiten ihrer Errichtung und Realisierung zu erfahren. Am 12. Juni würdigt der Museologe Hagen Schulz den Bautzener Advokaten Samuel Erdmann Tzschirner, dessen Geburtstag sich 2012 zum 200. Male jährt, als konsequenten Verfechter der Demokratie.

Die Vorträge finden – ausgenommen am 7. Februar und am 3. April – im Veranstaltungsraum des Archivverbunds auf der Schloßstraße 12 statt. Die Vorträge im Februar und im April werden im Saal des Sorbischen Museums auf der Ortenburg zu sehen sein. Alle Vorträge beginnen um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

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