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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Ein Friseurbesuch im Museum - Schaufrisieren mit der Friseurinnung Bautzen

Noch einmal verwandelt sich das Museum Bautzen am Sonntag, dem 16. Januar 2011, in einen Frisiersalon. Im Rahmen der Sonderausstellung „Wer schön sein will, muss … zum Friseur“ zeigen an diesem Tag, ab 15.00 Uhr, Meisterinnen und Meister, Gesellen und Lehrlinge der Friseurinnung Bautzen und der Berufsschule Bautzen die Kunstfertigkeiten ihres Handwerks. Die Besucher sind herzlich dazu eingeladen, ihr Haar für eine raffinierte Frisur oder ihren Bart für eine Rasur mit dem Rasiermesser herzuhalten.

Bereits am Sonnabend, dem 15. Januar 2011, 15.00 Uhr, findet eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung statt. Friseurmeister Gunter Heil aus Riesa, dessen Sammlung historischer Gerätschaften, nützlicher Utensilien, kurioser Einzelstücke und wissenswerter Zeitdokumente im Mittelpunkt der Schau steht, erläutert, wie sich das Handwerk im Laufe der Zeiten gewandelt hat.

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Gelockt, geflochten, hochgesteckt, verborgen unter Hauben oder Perücken, verziert mit Bändern, Edelsteinen oder Kämmen – die Haarmode wandelt sich seit Jahrhunderten. Abzulesen war und ist dies nicht nur an den Köpfen der Damen, auch die Herren standen und stehen dem nicht nach. Am auffälligsten vielleicht als im Barock die Perücke ihre Renaissance erlebte. Da verbargen Männer und Frauen ihr echtes Haar unter künstlichen Locken. Im Museum können die Besucher erleben wie mittels einer besonderen Knüpftechnik die „falschen“ Haare angefertigt werden. Beim Schaufrisieren zeigen die Profis an Perücken, Modellen und den Köpfen der Besucher wie historische Hochsteckfrisuren oder geflochtene Kunstwerke entstehen, wie umfangreich die Farbpalette für Haare ist, wie sich die Technik der Haarverlängerung weiterentwickelt hat und um was für eine trendige Form der Haarkunst es sich beim Haartattoo handelt. Die Museumsbesucher sind an diesem Tag herzlich eingeladen, selbst ihren Kopf herzuhalten: die Damen für raffinierte Frisuren, die Herren für eine historische Nassrasur mit dem Rasiermesser. Denn auch dies gehörte lange Zeit zum Handwerk der Barbiere und Friseure: Das in Formbringen des Bartes.


Wer sich einmal in eine Dame oder einen Herrn des 19. Jahrhunderts verwandeln möchte, der kann in Nachbildungen historischer Originalkostüme aus dem Fundus des Museums schlüpfen. Kleider, Hosen, Jacken von der Zeit des Biedermeiers bis etwa in die 1930er Jahre stehen für die ganze Familie bereit. Das passende Make-up und die richtige zeitgenössische Frisur geben der Verwandlung den letzten Schliff. Eine Fotografie macht daraus eine bleibende Erinnerung.

Das Modeteam der Bautzener Friseurinnung

Seit den 1970er Jahren gibt es das Modeteam der Friseurinnung Bautzen. Zum Team gehören derzeit: Frau Szilvia Schiffel (Friseuratelier Szilvia Schiffel, Bautzen), Frau Kerstin Enderlein (Friseur- und Kosmetiksalon Enderlein, Burkau), Herr Jens Greif (Studio-Greif, Großröhrsdorf), Frau Kerstin Seifried (Salon Creativ, Bautzen), Frau Angela Malke (Friseursalon, Bautzen) und Frau Martina Gnauck (Friseurstudio Martina Gnauck, Bischofswerda). Vorführungen der eigenen Handwerkskunst sind nichts Ungewöhnliches für die Friseurmeister. Vor allem für interessiertes Fachpublikum präsentiert das Friseurteam mit seinen Mitarbeitern jährlich im Frühjahr und im Herbst/Winter die neuen Mode-, Frisuren- und Make-up-Trends. „Eine Veranstaltung wie diese im Museum, bei der unter anderem historische Frisuren entstehen und wo in erster Linie einer breiten Öffentlichkeit die Kunstfertigkeit des Berufes präsentiert wird, ist jedoch neu für das Modeteam“, so Friseurmeisterin Szilvia Schiffel.

Museumsbesucher bei der Rasur mit Rasiermesser

Robert Telek, Museumsbesucher, bei der Rasur mit Rasiermesser, Schaufrisieren 5.12.2010. 

 

 

 

 

 

 

Frisuren im Wandel der Zeit

Modelle in der Sonderausstellung

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