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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Bautzen zum Jahreswechsel

Liebe Bautzenerinnen und Bautzener,
lube Budyšanki, luby Budyšenjo,

nun neigt sich ein sehr erfolgreicher Bautzener Wenzelsmarkt dem Ende zu und Sie haben hoffentlich alle Geschenke für Ihre Freunde und Angehörigen beisammen. Wenn wir das zurückliegende Jahr überdenken, können wir uns über Erfolge freuen, müssen uns aber auch an schwierige Geschehnisse erinnern.
Mit einem Ereignis wird das Jahr 2010 in die Geschichtsbücher der Stadt Bautzen eingehen. Damit meine ich die Nacht vom 7. zum 8. August, in der die Spree in unvorstellbarem Ausmaß über die Ufer trat und innerhalb weniger Stunden Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt die Existenz nahm. Häuser und Wohnungen wurden überspült, Einrichtungen und Autos zerstört und die Infrastruktur stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Schock saß noch tief, als eine Woche später erneut Teile der Stadt erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Doch die Not rief auch eine Welle der Hilfsbereitschaft hervor. Menschen, die sich bis dahin gar nicht kannten, packten an und halfen Schlamm zu beräumen, Müll zu entsorgen und ein Stück Normalität herzustellen. Die Bautzener rückten zusammen. Das war eine gute Erfahrung und ich möchte mich an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei allen bekannten und unbekannten Helferinnen und Helfern bedanken, die mit ihrer Kraft, mit unbürokratischen Leistungen oder mit Spenden geholfen haben, die Sorgen der Betroffenen so gut wie möglich zu mildern. Auch wenn die Beseitigung von Flutschäden Manchem noch zu langsam erschien, wurde aus meiner Sicht hervorragende Arbeit geleistet. Dafür noch einmal ein großes Dankeschön.

Das Jahr 2010 war auch noch von anderen Aufgaben geprägt. Das „Konjunkturpaket II“ war eine davon. Es stand für ein Hilfsprogramm des Bundes für die Städte und Gemeinden, mit dem unter zusätzlichem Kraft- und Finanzaufwand verschiedene Projekte umgesetzt werden konnten. Die Fahrbahn der Töpferstraße, energieoptimierte Straßenbeleuchtung und einige Spielplätze in der Stadt sollen nur stellvertretend für Maßnahmen genannt werden, die sich dank der Fördergelder und eines soliden städtischen Haushaltes umsetzen ließen.

Investitionen gab es auch in anderen Bereichen. Einen Schwerpunkt bildeten Kinder- und Schuleinrichtungen. Mit dem ersten Schultag eröffneten wir die komplett sanierte Gottlieb-Daimler-Mittelschule mit einer neuen und modernen Sporthalle. Vor wenigen Tagen freuten sich die Mädchen und Jungen der Frédéric-Joliot-Jurie-Grundschule über ihre sanierte Turnhalle und auch an der Max-Militzer-Grundschule schaffen derzeit Planer und Bauleute verbesserte Bedingungen für die Grundschüler. Voraussichtlich im Januar können Mädchen und Jungen in einen komplett umgebauten Kindergarten „Clara Zetkin“ einziehen. Die jüngsten Bewohner unserer Stadt sind und bleiben uns wichtig. Es gab daneben auch Themen, die kontrovers diskutiert wurden. Das ist legitim und in einer demokratischen Gesellschaftsform auch wünschenswert. Eines dieser Themen ist der Bau der Westtangente. Was für viele die Verbesserung einer Bautzener Verkehrsproblematik ist, wird von anderen als Verlagerung der Belastung auf andere Stadtteile angesehen. Wie auch immer die Argumente der Beteiligten aussehen, Lösungen bringen nur sachliche Diskussionen. Dass die Bauphase für die Anlieger eine Belastung ist, wird niemand bestreiten. Wir benennen dem Bauverantwortlichen die Probleme und versuchen, Klärungen voranzutreiben. Sachlich sollte auch die Diskussion um die Entwicklung der Innenstadt bleiben. Wenn Bautzen auch zukünftig ein bedeutsamer Ort sein will, müssen wir verschiedene Projekte anfassen, diskutieren und so umsetzen, dass sich möglichst viele Beteiligte darin wiederfinden. Das ist kein einfacher Weg, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch das Jahr 2011 im Sinne unserer Stadt gemeinsam gestalten werden. Sie merken, es bleibt spannend und schön in unserer Stadt.

Nun sollten wir die Zeit „zwischen den Jahren“ nutzen, um etwas zur Ruhe kommen und um Kraft für neue Aufgaben zu schöpfen. Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes Jahr 2011.

Ihr Christian Schramm

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