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Esskultur zur Bautzener Akademie

Am Montag, dem 6. Dezember 2010, um 18.00 Uhr, widmet sich Roman Lenz, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, unter dem Titel „Agrobiodiversität – wofür braucht man das?“ den Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft. Nach einer kurzen Einführung in die vielschichtige Bedeutung der Biodiversität wird der Bereich der Agrobiodiversität, also die Bedeutung der Vielfalt von Kulturpflanzensorten und kultivierter Tierrassen, thematisiert. Was gibt es da? Wer kümmert sich, und in welchem Umfang, darum? Hier spielt, unter anderem, die Stiftung für Biodiversität von Slow Food eine interessante Rolle, indem sie weltweit vom Aussterben bedrohte Rassen, Sorten, und Lebensmittel vor dem Aussterben bewahren will. Der Vortrag bringt Vorschläge, wie die Erhaltung der Agrobiodiversität in der Gesellschaft und insbesondere im Alltag unterstützt werden kann, und möchte damit zur Diskussion über eine verstärkte und nachhaltige regionale Agrar- und Esskultur anregen.

Professor Dr. Roman Lenz ist seit 15 Jahren an der Hochschule für Wirtschaft und Umwel in Nürtingen-Geislingen (HfWU) im Fachgebiet Landschaftsplanung der Fakultät für Landschaftsarchitektur, Umwelt- und Stadtplanung tätig. Der 54-Jährige ist zudem Studiengangleiter des International Master of Landscape Architecture (IMLA) und forscht unter anderem zu regenerativen Energien, Umweltbilanzierungen und regionalen Produkten einschließlich alter Landrassen. Prof. Lenz studierte Agrarbiologie an der Universität Hohenheim und promovierte in der Ökosystemforschung und Landschaftsökologie an der Universität München-Weihenstephan. Im Ehrenamt leitet er seit sechs Jahren die Regionalgruppe von Slow Food® Deutschland e.V. in Stuttgart mit derzeit ca. 450 Mitgliedern. Er ist zudem Mitglied der Archekommission von Slow Food Deutschland e.V. Die „Arche des Geschmacks®“ engagiert sich für den Schutz und die Unterstützung gefährdeter regionaler Nahrungsmittel und Produkte. Lenz organisiert und betreut für SlowFood Veranstaltungen zu Themen der Landschaftsökologie, der nachhaltigen Regionalentwicklung und der Regionalvermarktung.

Seit 2005 lädt die „Bautzener Akademie“ zwischen November und Mai jeweils am ersten Montag des Monats zu interessanten Vorlesungen in den Hörsaal der Bautzener Studienakademie, Löbauer Straße 1. Im November begann das mittlerweile sechste Semester mit insgesamt sieben Vorlesungen. Über alle Vorträge und Referenten der Bautzener Akademie wird im Vorfeld der jeweiligen Veranstaltung im Amtsblatt der Stadt Bautzen informiert. Das komplette Programm ist zudem auf einer Klappkarte nachzulesen, die jedem Besucher der „Bautzener Akademie“ ausgehändigt wird und auf der man sich die Teilnahme bestätigen lassen kann. Wer an vier Vorlesungen teilgenommen hat, erhält ein Zertifikat. Der Eintritt ist frei.

Hinweis: Auf Wunsch vieler Zuhörer beginnen die Vorlesungen ab diesem Semester bereits 18.00 Uhr!

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